Jan Krüger 

wurde 1973 in Aachen geboren. Nach einem Studium der Physik und Sozialwissenschaften in seiner Heimatstadt, zog er 1996 nach Köln, wo er Film- und Fernsehregie an der Kunsthochschule der Medien studierte. Sein erster Kurzfilm „Freunde / The Whiz Kids“ (2001) wurde unter anderem mit dem Silbernen Löwen der Internationalen Filmfestspiele Venedig ausgezeichnet. Mit dem Film „Auf der Suche“ (2011), der zum Teil auf einer wahren Begebenheit beruht, nimmt Krüger zum ersten Mal an unserem Festival teil. 

      

Auf der Suche
von Jan Krüger

 


Szenen aus Auf der Suche

  

Auf der Suche

Seit zwei Wochen hat Valerie jeglichen Kontakt zu ihrem Sohn Simon verloren.
Das letzte Gespräch mit ihm hat sie sehr beunruhigt. Sie weiß nur, dass er sich in Marseille aufhalten soll. Und dass er einen schwulen Lebensstil pflegte. In Jens, dem ehemaligen Lebensgefährten ihres Sohnes, findet sie einen Reisebegleiter, der auch noch ihre sprachlichen Defizite in Frankreich ausgleichen kann. Längst hatte sich Simon von Jens entfernt, hatte andere Liebhaber gefunden. Ein paar Hinweise auf den Verbleib seines Exfreundes kann der junge Mann dennoch beisteuern. Valerie hatte die Homosexualität ihres Sohnes nie akzeptiert. Auch jetzt in der Kommunikation mit Jens ist sie gehemmt. Bald stellt sich heraus: Die Suche nach Simon bringt jede Menge ungeklärte Lasten aus der Vergangenheit zum Vorschein. In der herbstlich verschlossen wirkenden fremden Stadt beginnen die beiden, Stellvertreterkonflikte auszutragen, bei denen es manchmal auch zu komischen Verwicklungen kommt. Mit sichtlicher Spielfreude legt die Schauspielerin Corinna Harfouch - oft augenzwinkernd - die Vorurteile und Verirrungen ihrer Figur bloß. Ernsthaft muss diese sich eingestehen, dass sie sich oft den wahren Problemen ihres Sohnes nicht gestellt hat. So wird die Suche nach dem verlorenen Sohn zu einer Suche nach dem eigenen Ich. Sie muss sich fragen: Wann hat sie nicht richtig hingehört? War sie überhaupt eine gute Mutter? Und auch Jens schwant, dass das Auseinanderleben von Simon und ihm nicht einfach wie ein Naturereignis über sie hereingebrochen ist.

Ein vielschichtiger Film vom Suchen und Finden, von der enttäuschenden Botschaft hinter Rätseln und Geheimnissen und von den unerwarteten Chancen des Neubeginns.

 

Spielzeiten

Fr, 17.06.2011       18.30 Uhr        Festivalkino 1
Sa, 18.06.2011 18.30 Uhr Festivalkino 1
So, 19.06.2011 21.30 Uhr Festivalkino 1

 

Empfehlung des Festivals: ab 16 Jahre


 


 

Angaben zum Film

Regie & Buch: Jan Krüger
Länge: 88 Min.
Darsteller: Corinna Harfouch, Nico Rogner, Trystan Pütter, Valérie Leroy, Mireille Perrier
Kamera: Bernadette Paasen
Schnitt: Natali Barrey
Musik: Birger Clausen

Produktion:

SCHRAMM FILM

Koerner & Weber

Bülowstraße 90

10783 Berlin

koerner@schrammfilm.de

In Koproduktion mit NEON Productions und dem WDR 


Verleih:

Salzgeber & Co Medien GmbH

Mehringdamm 33
10961 Berlin 
info@salzgeber.de

 


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