Elfi Mikesch

wurde 1940 in Judenberg, Österreich geboren. 1964 zog sie nach Berlin wo sie als Fotografin, Kamerafrau, Regisseurin und Dozentin arbeitete. Nach einer Weltreise mit ihrem Ehemann Fritz Mikesch und dem deutschen Filmemacher Rosa von Praunheim drehte sie ihren ersten Film „Leidenschaften“ (1971). Der erste gemeinsame Film mit Werner Schroeter entstand  1986 und trug den Titel „Der Rosenkönig“. Auch in den Folgejahren arbeiteten die Beiden mehrfach zusammen und wurden 2010 mit dem Friedrich Wilhelm Murnau Filmpreis ausgezeichnet.

     

Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter
von Elfi Mikesch



Szenen aus Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter

 

 

Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter

Vor zwei Jahren hat er noch unser Festival kennengelernt und war spontan begeistert.
Wir zeigten seinen - wie sich herausstellte - letzten Film „Diese Nacht“. Er bekam dafür eine „Besondere Auszeichnung“, für die er sich bewegt bedankte. Nun ist er schon mehr als ein Jahr tot. Aber er ist nicht vergessen, wie dieser Dokumentarfilm, den wir in einer Sondervorführung zeigen, beweist. Werner Schroeters langjährige Kamerafrau Elfi Mikesch hat ihn gedreht. Sie gewährt einen intimen Einblick in die Arbeiten seiner letzten vier Jahre: bei den Theaterproben zu „Antigone/Elektra“, bei den Vorbereitungen für eine Photoausstellung und bei den letzten Handgriffen, die er an „Diese Nacht“ anlegt. Mit historischen Filmdokumenten geht sie aber auch auf sein gesamtes Filmschaffen ein. Biografische Zusammenhänge werden offenbar. Das Schlüsselwort zu Werner Schroeters Persönlichkeit bleibt „Leidenschaft“. Sie prägt sein Verhältnis zum Kino, zur Musik, zur Oper und zum Theater. Der Film beginnt mit einer Szene, die das ganze Kinoerlebnis dieses Abends mit Werner Schroeter prägt. Allein steht er auf den Brettern der Berliner Volksbühne. Gleich wird sein Film „Diese Nacht“ Premiere haben. Auf die Bühne hat man schon zwei Sessel und einen kleinen Tisch gestellt für das Filmgespräch hinterher. Schroeter, schmal, hochgewachsen, mit saloppem Jackett und Schlapphut. Seine Arme hat er ausgebreitet. Er fühlt sich in die Bühnenatmosphäre ein und zieht einen imaginären Kreis um sich, als wolle er die Bühne mit diesem Ritual beschwören, doch noch einmal ihm zu gehören. Ja, so war Werner Schroeter, der viel zu früh von einer schweren Krebserkrankung weggerafft wurde. Immer auf der Suche nach dem gestischen Ausdruck und den Zauberformeln der Kunst. Und so können Sie ihn auch in diesem Film bewundern.
Sondervorführung


Spielzeiten

Fr, 17.06.2011          23.00 Uhr          Festivalkino 2
Mo, 20.06.2011   15.30 Uhr    Festivalkino 2
Di, 21.06.2011    17.30 Uhr   
Festivalkino 2
So, 26.06.2011    15.00 Uhr    Festivalkino 2


Freigegeben ab 12 Jahre (FSK)

Empfehlung des Festivals: ab 16 Jahre


 


 

Angaben zum Film

Regie & Konzept: Elfi Mikesch
Länge: 97 Min.
Darsteller: Werner Schroeter, Anna Ratte-Polle, Isabelle Huppert, Rosa von Praunheim, Wim Wenders, Peter Kern
Kamera: Elfi Mikesch
Schnitt: Frank Brummundt
Ton: Lilly Grote

Produktion und Verleih:
Filmgalerie 451
Saarbrücker Straße 24
10405 Berlin
info@filmgalerie451.de

In Zusammenarbeit mit ZDF und 3sat

 

 


»
Programm 2011

» Eintrittspreise

» Anreise

» Spielorte

» Download des kompletten Spielplans


Tipp für den Download

Sollte es beim Download Probleme geben, dann   versuchen Sie bitte, das Dokument per rechte Maustaste auf Ihrer Festplatte zu speichern und von dort aus mit dem Adobe Acrobat Reader zu öffnen. Sollte auch dies fehlschlagen, dann empfehlen wir Ihnen, eine aktuellere Version des Adobe Acrobat Readers auf Ihrem Rechner zu installieren.