Marc Bauder

wurde 1974 in Stuttgart geboren.
Bereits während seines Studiums
der Betriebswirtschaftslehre in
Köln, St. Gallen und New York
arbeitete Bauder als Regisseur.
1999 gründete er die Produktionsfirma

bauderfilm und schloss zwei
Jahre später ein Produktions-
Studium an der Hochschule für Film
und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg
an, welches er allerdings nach
drei Semestern wieder abbrach, um
sich voll und ganz auf die Arbeit als
Regisseur konzentrieren zu können.
Derzeit arbeitet Bauder an einem
Spielfilmprojekt über das Burnout-
Syndrom.

 

 

Das System - Alles verstehen heißt alles verzeihen

von Marc Bauder


Szenen aus Das System - Alles verstehen heißt alles verzeihen

 

 

Das System - Alles verstehen heißt alles verzeihen

 

Mike ist 20. Das Leben liegt vor ihm. Auf dem Dach der Rostocker Plattenbausiedlung mit Meerblick träumt er mit seinem Freund von einer Zukunft ohne Grenzen. Sein Vater war idealistischer DDR-Geheimdienstaktivist und ist früh verstorben. „Alles Legende“ teilt ihm Böhm mit, ein früherer Freund des Vaters, der ihn nach einem missglückten Einbruch unter seine Fittiche nimmt. Er führt ihn ein in die faszinierende Parallelwelt internationaler Lobbyisten, die sich auf ehemalige DDR-Geheimdienstler stützen. Das Netzwerk, das System, ist noch intakt. Es geht nun aber nicht mehr um die Weltrevolution. Wirtschaftsspionage und kriminelle Machenschaften der ewig Gestrigen sind Trumpf. Mike fängt bald Feuer. Auch die Erkenntnis, dass sein Vater dem Umbruch zu einer neuen Zeit seinerzeit zum Opfer gefallen ist, hält ihn zunächst nicht davon ab, Böhms bester Mann sein zu wollen. Er zwängt sich in einen Anzug und steht herum wie ein Leibwächter amerikanischer Gangster. Das Hemd zwickt. Aber das Salär ist in Ordnung. Ist Verstehen auch Verzeihen? Baulöwen und Kommunalpolitiker bewegen sich wie Raubfische im Aquarium der großen Systeme und Mike muss bald aufpassen, dass er nicht verschluckt wird von den Schatten der Vergangenheit. Bald greift auch die Verführung, die vom Erfolg ausgeht. Der Kumpel und Chef spendiert Cocktails.

Ein Film, der die Verwerfungen des Übergangs von der realsozialistischen DDR zur neuen deutschen Einheit als Krimi und zugleich als Geschichte vom Erwachsenwerden erzählt. Väter gibt es überall. Ihnen zu begegnen ist nicht immer eine Freude. Manchmal hängt ein ganzes weiteres Leben daran. Das System ist hungrig und lässt keinen los, den es einmal in seine Klauen bekommen hat.





Spielzeiten

Mo, 20.06.2011       18:30 Uhr       Festivalkino 1
Mi, 22.06.2011 20:30 Uhr Festivalkino 1
Do, 23.06.2011 17:00 Uhr Festivalkino 1

 
Freigegeben ab 12 Jahre (FSK)
Empfehlung des Festivals: Ab 14 Jahre


 

Angaben zum Film

Regie: Marc Bauder
Buch: Dörte Franke & Khyana El Bitar
Länge: 85 Min.
Darsteller: Jacob Matschenz, Bernhard Schütz, Jenny Schily, Heinz Hoenig, Florian Renner
Kamera: Daniela Knapp
Schnitt: Gergana Voigt
Musik: Paul Lemp

Produktion:
Frisbeefilms GmbH & Co. KG
Mulackstr. 19

10119 Berlin
info@frisbeefilms.de

In Koproduktion mit dem ZDF, in
Zusammenarbeit mit bauderfilm & The Post Republic Halle

Verleih:
Filmlichter GmbH
Kaiser-Wilhelm-Ring 7-9
50672 Köln
info@filmlichter.de

 

 


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