Rudolf Thome

wurde 1939 in Wallau/Lahn geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1960 begann er ein Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte in München und Bonn. Zwei Jahre später schrieb er seine ersten Filmkritiken für den Bonner
Generalanzeiger. Später dann auch für die „Süddeutsche Zeitung“, die Filmzeitschrift „Filmkritik“ und den Berliner „Tagesspiegel“. Seinen ersten Spielfilm „Detektive“ drehte er 1968. 1977 gründete er die Moana-Film GmbH, welche fortan seine Filme produzierte.

 

Das rote Zimmer
von Rudolf Thome


Szenen aus Das rote Zimmer

 

 

Das rote Zimmer

Dieser Film hat 123 Szenen. Einige davon gehören zu den schönsten in den deutschen Filmen des letzten Jahres. Das schafft der ehemalige Filmkritiker der Münchner „Süddeutschen Zeitung“ und des Berliner „Tagesspiegels“ eigentlich in jedem seiner Filme. Das Werk des nun 71-jährigen ist von einer besonderen Poesie. Manchmal wird Thome, der seine Filme stets selber finanziert, produziert, inszeniert und auch noch ins Kino bringt, mit dem französischen Filmemacher Eric Rohmer verglichen, weil er stets den leichten Sommerton mit seinem Panoptikum der aktuellen Beziehungsunordnung trifft. Das war schon 1970 bei seinem Film „Rote Sonne“ mit Uschi Obermaier und ihrer mörderischen Frauenkommune so. Danach sind die Liebesunfälle im Werk von Thome immer sanfter geworden. Er hat eher immer neue Versuchsanordnungen in Sachen Liebe leicht selbstironisch durchdekliniert. Die Liebe ist bei Thome eine Sache, die man wissenschaftlich angehen sollte. Der Kussforscher Fred lernt in diesem Film zwei Frauen kennen, die in einem Haus am See im vorpommerschen Klein-Bittersdorf zusammenleben und auch einer „Ménage à trois“ gegenüber nicht abgeneigt sind. Bevor er der Lebensgemeinschaft der beiden Frauen beitreten kann, muss Fred einige Prüfungen bestehen. Worum dreht sich das Leben der Menschen? Doch am Ende immer nur um die Liebe. Auch Fred ist im Film schließlich bereit für „Das rote Zimmer“, in das er von den beiden Frauen geführt wird, um einen mit Blut besiegelten Liebesvertrag zu unterzeichnen.

Im märchenhaften Zauberton entwickelt Thome eine ganz besondere filmische Poesie, die nicht nur im deutschen Kino ihresgleichen sucht. Einen Thome-Film anschauen, das ist wie ein Kurzurlaub in der Phantasie.




Spielzeiten

Di, 21.06.2011       22:30 Uhr      
Festivalkino 1
Fr, 24.06.2011 19:00 Uhr
Festivalkino 1
Sa, 25.06.2011 22:15 Uhr
Festivalkino 1


Freigegeben ab 12 Jahre (FSK)
Empfehlung des Festivals: Ab 12 Jahre


 


 

Angaben zum Film

Regie & Buch: Rudolf Thome
Länge: 102 Min.
Darsteller: Katharina Lorenz, Seyneb Saleh, Peter Knaack, Maximilian Wagner,
Hanns Zischler
Kamera: Ute Freund

Schnitt: Beatrice Babin
Musik: Katia Tchemberdji

Produktion:
Moana-Film GmbH
Fidicinstr. 14d
10965 Berlin
info@moana.de

In Zusammenarbeit mit der ARD Degeto


Verleih:
Prometheus Filmverleih
Fidicinstr. 14d
10965 Berlin
info@moana.de

Vertrieb:
barnsteiner-film
Skalitzer Str. 104
10997 Berlin
barny@barnsteiner-film.de
www.barnsteiner-film.de

 


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