Johannes Naber


wurde 1971 in Baden-Baden geboren. Nach einem Studium der Philosophie und der Indischen Philologie an der FU Berlin begann er eine Hochschulausbildung an der Filmakademie Baden-Württemberg, welche er 1999 mit dem Diplom im Fachbereich Dokumentarfilm abschloss. Sein Kinodebüt „Der Albaner“ wurde bereits mit dem Max-Ophüls-Preis sowie dem Silver George des Internationalen Filmfestival in Moskau ausgezeichnet. Insgesamt vergingen von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des Films fast zehn Jahre. 

        

Der Albaner
von Johannes Naber


Szenen aus Der Albaner

 

 

Der Albaner

Zehntausend Euro sind eine Menge Geld. Vor allem, wenn man in Albanien lebt, dem ärmsten Land Europas, das im letzten halben Jahrhundert dem Vergessen anheim gefallen zu sein scheint. Genau zehntausend Euro soll der junge Albaner Arben jedoch als Brautgeld für die Liebe seines Lebens bezahlen. Etleva ist von ihm schwanger, und die Schande muss mit Devisen und einer ordentlichen Hochzeit rein gewaschen werden. Von den gelegentlichen Ausflügen über die albanisch-griechische Grenze zu mässig bezahlten Gelegenheitsjobs kann er die Summe keinesfalls aufbringen. So bricht Arben zur gefährlichen Reise nach Deutschland auf, um sich in das unsichtbare Heer der illegalen Arbeitskräfte einzureihen. Doch das „gelobte Land“ hat seine eigenen Gesetze. Arben ist keineswegs willkommen. Das Geld fällt ihm auch nicht einfach in den Schoss und mit den Minijobs, die er anfangs bekommt, kann er die benötigte Summe auch nicht zusammensparen. Ein Zufall scheint ihm zur Hilfe zu kommen. Doch Arben gerät auf kriminelle Abwege. Er lässt sich mit einer Schlepperbande ein. Und weiss doch nicht, was gerade daheim passiert, denn in seinem Dorf gibt es kein Telefon.

Die spannende Geschichte reflektiert die harte Wirklichkeit der Migration. Sein Traum vom grossen Glück treibt Arben immer mehr ins Unglück. Ohne in die Klischees des Unterweltkrimis zu verfallen, erzählt der deutsche Kinodebütant Johannes Naber in bester Autorenfilmtradition vom schmalen Grat zwischen Hoffnung und Risiko, den erfolgreich nur derjenige bewältigen kann, der tief in seinem Inneren genau weiss, was wirklich zählt. So wird der Film auch zu einer moralischen Erzählung über den Preis des Glücks.

 



Spielzeiten
 

Fr, 17.06.2011       
19:30 Uhr       
Festivalkino 2
Sa, 18.06.2011 17:30 Uhr Festivalkino 2
Mo, 20.06.2011 18:00 Uhr Festivalkino 2

 


Freigegeben ab 12 Jahre (FSK)

Empfehlung des Festivals: ab 14 Jahre


 
Angaben zum Film

Regie & Buch: Johannes Naber
Länge: 104 Min.
Darsteller: Nik Xhelilaj, Xhejlane Terbunia, Ivan Shvedoff, Amos Zaharia, Stipe Erçeg, Çun Lajçi, Luhan Jaha, André Hennicke
Kamera: Sten Mende
Schnitt: Ben von Grafenstein
Musik: Oliver Biehler


Produktion:
Neue Schönhauser Filmproduktion GmbH
Neue Schönhauser Straße 19
10178 Berlin
info@neueschoenhauser.de

In Koproduktion mit ON Film, SWR und Arte

Verleih:
Zorro Film GmbH
Astaller Str. 23
80339 München

info@zorrofilm.de

Weltvertrieb:
Aktis Film International
Media City
Altenburgerstr. 7
D-04275 Leipzig

info@AktisFilm.com


 


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