Brigitte Bertele

 
wurde 1974 in Ulm geboren. Nach ihrem Schauspielstudium an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm, dem Graduate Acting Department der New York University sowie der Russischen Akademie für Theaterkunst in Moskau, begann sie 2002 ein Studium der Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihre erste eigene Dokumentation „Horizon Zone“ (2004) wurde 2006 bei dem Bianco Film Festival in Italien als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Seit 2002 arbeitet Bertele als Schauspielerin, Theaterpädagogin, seit 2007 zudem als Filmregisseurin. 

     

Der Brand
von Brigitte Bertele

 

Szenen aus Der Brand



 

Der Brand

Judith freut sich auf diese Tanzveranstaltung, auf der sie endlich mal wieder aus sich herausgehen kann. Doch ihr Mann ist zu Hause geblieben und lange findet sie keinen adäquaten Tanzpartner. Als dieser sich dann in Gestalt von Ralph Nester präsentiert, ist ihr Abend perfekt. Sie hegt keinen Gedanken an ein erotisches Abenteuer. Auf dem Nachhauseweg – allein mit dem Fahrrad über die Parkinsel – lauert ihr jedoch der Mann auf, zerrt sie in ein Gebüsch, schlägt sie nieder und vergewaltigt sie brutal. Lange gelingt es ihr danach nicht, die körperlichen und seelischen Verletzungen durch die Tat zu überwinden. Auch ihr Alltag mit liebendem Mann will nicht mehr gelingen. Doch dann schaltet sie einen Anwalt und die Polizei ein. Der Vergewaltiger, ein angesehener Arzt mit Familie, gibt sich als Biedermann und räumt einverständigen Sex ein. Judiths Zorn bringt sie nicht weiter. Schliesslich wird das Verfahren eingestellt. Doch die junge Frau gibt nicht auf. Sie geht ganz ungewöhnliche eigene Wege, um ihren Peiniger doch noch der gerechten Strafe zuzuführen. Sie freundet sich mit dessen Frau an und einen Moment lang mag man glauben, in einer Rachestory zu landen. Doch der Film nimmt eine ganz andere unerwartete Wendung. 

Dieses Psychogramm einer Vergewaltigung und deren Folgen basiert auf der Begegnung der Regisseurin mit einer Frau, die sexuelle Gewalt erlitten hatte und die Traumatisierung zu verarbeiten suchte. Brigitte Bertele hat daraus einen ebenso mitfühlenden wie spannenden Film gemacht, dessen Originalschauplätze Ihnen bestens bekannt sein dürften.

 



 Spielzeiten 

Fr, 17.06.2011       20:30 Uhr       Festivalkino 1
So, 19.06.2011 14:30 Uhr Festivalkino 1
Mo, 20.06.2011 20:30 Uhr Festivalkino 1
 

 

Freigegeben ab 16 Jahre (FSK)

Empfehlung des Festivals: Ab 16 Jahre


 


Angaben zum Film


Regie: Brigitte Bertele
Buch: Johanna Stuttmann
Länge: 97 Min.

Darsteller: Maja Schöne, Mark Waschke, Wotan Wilke Möhring, Florian David Fitz, Ursina Lardi
Kamera: Hans Fromm
Schnitt: Dominique Geisler
Musik: Christian Biegai

Produktion:
Filmsyndikat UG
Varnhalter Weg 31
76534 Baden-Baden

office@filmsyndikat.net

in Koproduktion mit dem SWR 

 
 


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