Christoph Hochhäusler
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Dreileben - Eine Minute Dunkel
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| Di, 21.06.2011 | 21.30 Uhr | Festivalkino 2 |
| Fr, 24.06.2011 | 22.30 Uhr | Festivalkino 2 |
| Sa, 25.06.2011 | 19.30 Uhr | Festivalkino 2 |
Freigegeben ab 12 Jahre (FSK)
Empfehlung des Festivals: Ab 16 Jahre
Dreileben - ein beispielloses Gemeinschaftsprojekt deutscher Filmemacher
Am Anfang stand ein Gespräch über e-mail. Dominik Graf hatte bei seiner Antrittsvorlesung an der Internationalen Filmschule in Köln die Regisseure der „Neuen Berliner Schule“ kritisiert. Der Einladung zu einem Symposion in Berlin über die „Nouvelle Vague Allemande“, wie französische Filmkritiker die Filme von Christian Petzold und Christoph Hochhäusler bezeichneten, konnte er aus Termingründen nicht folgen. So kam es zu einem produktiven schriftlichen Austausch über das „Filme machen“. Dominik Graf - ein Gegner des erstarrten Autorenkinos - hielt die Fahne des in Deutschland weitgehend fehlenden Genre-Kinos hoch. Petzold und Hochhäusler verteidigten ihre Filme, bis irgendwann frei nach François Truffaut die Erkenntnis reifte, dass die beste Kritik an einem Film nur ein anderer, ein neuer Film sein kann. Aus dem Disput wurde ein Projekt. Drei Filme. Drei Geschichten am selben Ort. Stilistisch sehr verschieden nahmen sich die drei eines Kriminalfalles an, der im thüringischen Ort „Dreileben“ spielt. Ein Serienmörder entwischt, als er im Krankenhaus seine tote Mutter betrauern darf. Er lebt im Wald. Er findet seine Opfer aber trotzdem, auch wenn ihm die eigens angereiste Polizeipsychologin Johanna dicht auf der Spur ist.
Die drei Fernsehfilme von jeweils 90 Minuten erzählen ihre eigenen Geschichten eine Liebesromanze, eine Dreiecksgeschichte mit Geheimnissen aus der Vergangenheit und eine düstere Seelenwanderung durch den deutschen Wald. Opfer-, Polizei- und Täterperspektive ergänzen sich in den drei Filmen, die eine jeweils in sich abgeschlossene Geschichte erzählen. Es gibt quasi nur Seitenblicke, nur Fenster, durch die man gelegentlich in die anderen Filme schauen kann. Ein ganz besonderes spannendes Experiment, das so noch keiner gewagt hat. Und tatsächlich sind diese Filme höchst unterschiedlich und haben doch eine ganze Menge miteinander zu tun. Es sind sozusagen filmische Umgehungsstraßen zum Ortskern.
Angaben zum Film
Regie: Christoph Hochhäusler
Buch: Christoph Hochhäusler
& Peer Klehmet
Länge: 90 Min.
Darsteller: Stefan Kurt, Eberhard Kirchberg, Timo Jacobs
Kamera: Reinhold Vorschneider
Schnitt: Stefan Stabenow
Ton: Michael Busch
Produktion:
Heimatfilm GmbH + Co. KG
Lichtstr. 50
50825 Köln
bb@heimatfilm.biz
Im Auftrag des WDR
Weltvertrieb:
Bavaria Film International
Bavariafilmplatz 7
82031 Geiselgasteig
international@bavaria-film.de
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