Ulrich Köhler

wurde 1969 in Marburg geboren. Bereits während seines Studiums der Visuellen Kommunikation in Hamburg, welches er 1998 mit einem Diplom abschloss, entstanden seine ersten Kurzfilme.
„Bungalow“, Köhlers erster Langfilm, feierte im Panorama der Berlinale 2002 Premiere. Sein aktueller Film „Schlafkrankheit“ wurde bereits bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin mit dem Regiepreis ausgezeichnet.
 
 

 

Schlafkrankheit
von Ulrich Köhler


Szenen aus Schlafkrankheit

 

 

Schlafkrankheit

 

Die Schlafkrankheit ist eine in Afrika verbreitete tropische Infektion, die von der Tsetse-Fliege übertragen wird. Regisseur Ulrich Köhler benutzt diesen Begriff aber auch als Bezeichnung für den Gemütszustand der Hauptfigur seines Filmes und vielleicht auch als Metapher für die erfolglosen europäischen Hilfsprojekte. Ebbo und Vera leben seit 30 Jahren in verschiedenen afrikanischen Ländern und sind mit medizinischen Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft beschäftigt. Anfangs erleben wir eine Atmosphäre des Aufbruchs. Die Familie soll zurückkehren nach Deutschland. Insbesondere Vera fühlt sich zunehmend verloren, vermisst auch ihre Tochter, die in ein Internat geht. Ebbo allerdings ist hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach einer Familie in Deutschland und dem afrikanischen Abenteuer, an das er sich längst verloren hat. Auftritt von Alex, einem jungen Mediziner mit kongolesischen Wurzeln, der insbesondere das Schlafkrankheitshilfsprojekt evaluieren soll. Er findet kaum Unterstützung und hegt bald den Verdacht, dass es sich bei dem Projekt um eine betrügerische Lüge handelt. Die Krankheit ist tatsächlich ausgerottet. Das Projekt besteht weiter. Die Hilfsgelder versickern in dunklen Kanälen.

Regisseur Ulrich Köhler, dessen Eltern als Modell für die Protagonisten herhalten könnten und der selbst viele Jahre in Zaire gelebt hat, verfilmte mit „Schlafkrankheit“ auch Kindheitsphantasien, Mythen und Märchen. Eine besondere Rolle spielt die Dunkelheit, in der Köhler nur mit einer speziellen neuen Digitalkamera drehen konnte. So gelingen ihm spektakuläre Aufnahmen aus dem „Herzen der Finsternis“, und ein majestätisch auftretendes Nilpferd spielt unerwartet die wichtigste Rolle für die Geschichte des Films.


 

Spielzeiten

Do, 23.06.2011          
16:00 Uhr          
Festivalkino 2
Fr, 24.06.2011 19:15 Uhr
Festivalkino 2
So, 26.06.2011 17:00 Uhr
Festivalkino 2


Freigegeben ab 6 Jahre (FSK)
Empfehlung des Festivals: Ab 14 Jahre

 

Angaben zum Film


Regie & Buch: Ulrich Köhler
Länge: 91 Min.
Darsteller: Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Hippolyte Girardot, Jenny Schily, Slava Lolov
Kamera: Patrick Orth
Schnitt: Katharina Wartena & Eva Könnemann

Ton: Julien Sicart

Produktion:
Komplizen Film GmbH
Linienstr. 146
10115 Berlin
info@komplizenfilm.de

In Koproduktion mit Ö-Filmproduktion,
Why Not Productions (FR), IDTV
Film (NL), ZDF – Das kleine Fernsehspiel,
in Zusammen
arbeit mit arte

Verleih:
Farbfilm Verleih GmbH
Boxhagener Str. 106
10245 Berlin
info@farbfilm-verleih.de

Weltvertreib:
The Match Factory GmbH
Balthasarstr. 79-81
50670 Köln
info@matchfactory.de

 

 

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