Andreas Prochaska
wurde 1964 in Wien geboren. Um seiner Filmleidenschaft nachgehen zu können, brach er sein Studium der Publizistik und
Theaterwissenschaften ab und
arbeitete stattdessen als Toncutter,
Produktions-, Schnitt- und
Regieassistent bei verschiedenen
Film- und Fernsehproduktionen. Seine Verfilmung des Kinderbuchs „Die drei Posträuber“ (1998) von Christine Nöstlinger war ein wahrer Kinoerfolg in Österreich und wurde auch in Deutschland mehrfach ausgezeichnet. Prochaska, der auch bei einigen Episoden von „Soko Kitzbühel“ oder „Kommissar
Rex“ Regie führte, wurde 2011 für seine Komödie „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.

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Spuren des Bösen
von Andreas Prochaska

Szenen aus Spuren des Bösen
Spuren des Bösen
Brock ist Spezialist für komplizierte Verhöre. Aber er ist auch Universitätsprofessor für Psychologie. Von höchster Stelle wird er zu diesem Fall hinzugezogen. Die Angestellte eines Baukonzerns wird bedroht. Sie hatte vor Gericht aussagen wollen, wegen Schmiergeldzahlungen an politische Chargen in höchsten Ämtern. Brock weiß, dass sein Gegenspieler Michael Sand, der mächtige Vorstandsvorsitzende der SANDAG, mit harten Bandagen kämpfen wird. Er kennt ihn noch aus dem Gymnasium. Ein Duell beginnt. Involviert sind außerdem Brocks Tochter, die eine gute Polizistin werden will, und Vera, die knallharte Kollegin. Als Chefinspektorin ist sie sozusagen die ausführende Instanz des grüblerischen Brock. Erst einmal geht alles schief. Die Kronzeugin wird ermordet und Brocks Tochter schwer verletzt. Es scheint, als habe die gebrochene, desillusionierte Figur des Ermittlers keine Chance, der Wahrheit nahe zu kommen. Auch weil er seiner selbst nicht sicher ist: betroffen und verletzt, ausgepumpt. Den coolen Überblick des Kriminalwissenschaftlers, von dem er in seinen Seminaren spricht, scheint er nicht mehr erreichen zu können. Doch dann kommt alles ganz anders als geplant. Der Täter sitzt näher als erwartet und hat mit Brocks Schwäche bei persönlicher Verletzung sogar gerechnet.
Dieser Film ist mehr Psychogramm als Thriller, mehr Studie zu großen elementaren Gefühlen als kleiner, in seiner Perspektive beschränkter Film mit einer Krimihandlung. Regisseur Andreas Prochaska entführt uns in die fremde Welt der großen Spieler um Alles oder Nichts. Brock hat immer noch ein As im Ärmel, wenn alle anderen schon längst aufgegeben haben. Selbst ein Borderline-Charakter, versteht er die Welt der Verbrecher ganz gut und schafft es auch, sie gegeneinander auszuspielen.
Spielzeiten
Do, 23.06.2011
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18:00 Uhr
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Festivalkino 2 |
| Fr, 24.06.2011 |
21:00 Uhr |
Festivalkino 2 |
| Sa, 25.06.2011 |
17:30 Uhr |
Festivalkino 2 |
Empfehlung des Festivals: Ab 16 Jahre
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