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David Sieveking
wurde 1977 in Friedberg in Hessen geboren. Nach Schule und Zivildienst arbeitete er als Cutter fürs Fernsehen und realisierte Kurzfilme und Dokumentationen. Später begann er sein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Nebenbei arbeitete er als Regie-Assistent und Darsteller für Kino und Fernsehen. 2003 nahm Sieveking am "Talent-Campus" der Berlinale teil. Mit seinem Kurzfilm Die Amerikanische Botschaft gewann er 2005 beim Filmfest Cannes zwei Nachwuchspreise. 2007 schloss er sein Studium mit seinem Abschlussfilm Senegallemand ab. Mit seinem neuen Film David Wants to Fly feiert David Sieveking sein Kinodebüt.

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David Wants to Fly

Von David Sieveking
Wen Gott strafen will, dem erfüllt er seine Wünsche.
David Lynch treffen und mit ihm übers Filmemachen reden. Das ist der große Traum des Jungfilmers David Sieveking. Und tatsächlich bekommt er am Rande eines Workshops in Iowa die Gelegenheit, mit Lynch zu reden. Der Haken daran ist: David Lynch will nur über Transzendentale Meditation reden. Er ist nämlich neben dem Popsänger Donovan, Ringo Starr und ein paar Millionären der prominenteste Anhänger von Maharishi Mahesh Yogi, der als legendärer Guru schon in den 60er Jahren begonnen hatte, ein gigantisches religiöses Spendenimperium aufzubauen. Der kleine deutsche David setzt getreu seinem großen Vorbild auf Spiritualität. Doch bald wachsen die Zweifel. Denn allein der Einführungskurs bei der Deutschlandzentrale kostet ein Vermögen. David Sieveking beginnt in diesem subjektiven Dokumentarfilm genauer hinzuschauen und entdeckt anstatt der Wonnen der Transzendentalen Meditation die milliardenschweren Deals der Sekte. Das yogische Fliegen kommt übers Hopsen nicht hinaus und auch David Lynch wird immer unwilliger, seine Fragen zu beantworten. Außerdem spielt Davids Freundin Beziehungs-Jojo mit ihm. Mal will sie mit ihm leben. Dann wieder nicht. Als sich David mit Aussteigern der Bewegung zu treffen beginnt, verliert er auch das Wohlwollen der TM-Führung einschließlich seines Filmgurus David Lynch für sein Filmprojekt.
Die weitere Recherche bringt groteske und abgründige Details an den Tag, die der Filmemacher David Sieveking mit einem hohen (und unterhaltsamen) Maß an Selbstironie bis hin zu den Quellen des Ganges verfolgt. Es kann ja auch passieren, dass Meditation den Verstand statt ab- endlich anschaltet. Wie in dieser munteren Abrechnung mit kritikloser Verehrung.
Spielzeiten
| Mi, 16.06.2010 |
21:30 Uhr
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Festivalkino 2
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| Sa, 19.06.2010 |
22:15 Uhr
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Festivalkino 2
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| Mo, 21.06.2010 |
22:00 Uhr
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Festivalkino 2
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