Benjamin Heisenberg

 

wurde 1974 in Tübingen geboren. Er studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste sowie Spielfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Zusammen mit Christoph Hochhäusler und Sebastian Kutzli gründete er 1998 die Filmzeitschrift "Revolver" und ist bis heute Mitherausgeber. Nach mehreren Kurzfilmen schrieb er 2002 gemeinsam mit Christoph Hochhäusler das Drehbuch zu dessen Spielfilm Milchwald. Drei Jahre später feierte Heisenberg mit seinem Abschlussfilm Schläfer in der Reihe Un Certain Regard in Cannes Premiere, war beim Festival des deutschen Film vertreten und wurde unter anderem bei den First Step Awards mit dem Preis in der Kategorie "Spielfilm" ausgezeichnet. 2010 wurde er mit Der Räuber in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen.
 
 
 

Der Räuber

 

Von Benjamin Heisenberg

Wie besessen trainiert der gescheiterte Bankräuber Johann Rettenberger noch im Gefängnis auf dem Laufband. Er will sich in Zukunft als Marathonläufer mit Preisgeldern durchschlagen. Und tatsächlich verblüfft er seinen Bewährungshelfer dadurch, dass er gleich beim ersten Rennen einen neuen österreichischen Rekord aufstellt.
In Wahrheit trainiert er aber auch so hart, weil er längst schon angefangen hat, wieder Banken zu überfallen. Er schnappt sich seine Pumpgun und zieht eine Ronald-Reagan-Maske über. Und als sich einmal alles so lange hinzieht, dass schon die Polizeisirenen zu hören sind, rennt er einfach weiter zur nächsten Bank und raubt diese aus, womit er sich auch gleichzeitig vor der heranrasenden Polzei versteckt.


Das Tempo ist stets durchkalkuliert und Rettenberger vertraut darauf, dass er etwaigen Verfolgern immer überlegen davonlaufen kann. Er misst Herzfrequenz, Ausdauer und Adrenalinausstoß sowohl beim Laufen wie auch bei seinen Überfällen. In großen Säcken sammelt er das erbeutete Geld. Eigentlich aber geht es ihm um den großen "Kick", um das Austesten seiner Grenzen, weswegen er auch immer weiter machen muss und sich in eine immer verrückter werdende Flucht vor der Polizei stürzt. Rettenberger gewinnt einen besonders schwierigen Gipfellauf und entkommt einer Hundertschaft der Polizei. Doch die Hetzjagd - großartig inszeniert in vielen ebenso temporeichen wie stilisierten Verfolgungsjagden - treibt auf ihren Höhepunkt und ihr Ende zu. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Bankräubers und Mörders Johann Kastenberger, die Martin Prinz schon in einem Roman verarbeitet hat.


Ein atemloses, mitreißendes Stück Kino, dessen Präzision in der handwerklichen Verarbeitung ebenso überzeugt wie das Psychogramm der Hauptfigur.

 

Spielzeiten

Di, 22.06.2010 18:00 Uhr Festivalkino 1
Mi, 23.06.2010 22:00 Uhr Festivalkino 1
Do, 24.06.2010 16:00 Uhr Festivalkino 1
 




 

 


Angaben zum Film

Regie: Benjamin Heisenberg
Buch: Benjamin Heisenberg nach dem gleichnamigen Roman von Martin Prinz
Länge: 98 Min.
Darsteller: Andreas Lust, Franziska Weisz, Markus Schleinzer, Roman Kettner, Hannelore Klauber-Laursen, Tabea Werich
Kamera: Reinhold Vorschneider
Schnitt: Andrea Wagner, Benjamin Heisenberg
Musik: Lorenz Dangel

Produktion:
Nikolaus Geyrhalter
Filmproduktion GmbH
Hildebrandgasse 26
A-1180 Wien
Tel.: +43 01 403 016 2
Fax: +43 01 403 016 215
office@geyrhalterfilm.com
www.geyrhalterfilm.com

Peter Heilrath
Filmproduktion e.K.
Ismaninger Str. 88
81675 München
Tel.: +49 (0)89 959 596 96
Fax: +49 (0)89 959 598 63
mail@heilrathfilm.com
www.heilrathfilm.com

Verleih:
Zorro Film GmbH
Astallerstr. 23
80339 München
Tel.: +49 (0)89 452 352 90
Fax: +49 (0)89 452 352 911
info@zorrofilm.de
www.zorrofilm.de

 

Sprache
Deutsch ohne Untertitel
 

 

 

 

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