Feo Aladag


wurde 1972 in Wien geboren. Neben ihrer Schauspielausbildung, die sie in Wien und London absolvierte, studierte sie Psychologie und Publizistik in Wien. Zwischenzeitlich schrieb sie als freie Redakteurin für eine österreichische Tageszeitung. Von 1997 bis 2000 arbeitete sie an vielen Videoclips und Werbefilmen mit und schrieb ab 1998 Drehbücher fürs Fernsehen. Im Rahmen ihres Regieaufbaustudiums nahm sie 2004/ 2005 an zahlreichen Regieseminaren an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin teil. Neben ihrer Tätigkeit als Werbefilmregisseurin blieb sie der Schauspielerei treu und zeigte ihre Präsenz in Fernseh- und Kinorollen. 2006 gründete Feo Aladag zusammen mit Züli Aladag die "Independent Artists-Filmproduktion", welche ihren ersten Kinofilm Die Fremde produzierte.



Die Fremde

 

Von Feo Aladag

Umay ist in Berlin aufgewachsen, aber in einer eher traditionell lebenden Familie, und die zeigt sich, als sie vor dem brutalen Gatten mit ihrem kleinen Sohn Cem ins Elternhaus flüchtet, alles andere als begeistert.
Als alle Versöhnungsversuche nichts helfen, sie entschlossen ist zur Trennung, hat das Folgen für die ganze Familie: Die Brüder gelten als "Schwächlinge", die bevorstehende Hochzeit der Schwester ist gefährdet, weil sie eine "Deutschhure" zur Schwester hat. Nach einer Reise des Vaters zum Patriarchen der Familie steht fest: Nur die Rückführung des kleinen Enkels und ein Ehrenmord durch einen der Brüder kann die Harmonie wieder herstellen. Für Umay wandelt sich ihre Familie mit rasender Geschwindigkeit in eine schreckliche Bedrohung. Sie flieht in ein Berliner Frauenhaus, sucht aber immer wieder den Kontakt zu ihrer Familie, weil sie nicht glauben mag, dass die Traditionen höher stehen als ihr Lebensglück. Sie lernt überdies einen jungen Mann kennen, mit dem eine neue Liebe möglich sein kann. Doch die Zeichen stehen auf Sturm in diesem spannenden, emotional dichten Drama zu einem aktuellen Thema. Großartig besetzt und hervorragend inszeniert ist der Film ein bewegender Kommentar zu den aktuellen Fragen "Integration" und "Parallelgesellschaft".

Getragen wird er von der Schauspielerin Sibel Kekilli, die die Hauptfigur Umay überzeugend und mitreißend zum Leben erweckt. Dafür wurde die Entdeckung von Fatih Akin (Gegen die Wand) überraschend vor wenigen Wochen als beste Schauspielerin in einer Hauptrolle mit dem "Deutschen Filmpreis" ausgezeichnet. Regisseurin Feo Aladag fürchtet sich nicht vor melodramatischen Akzenten und schafft es dadurch, das gesellschaftspolitische Problem mangelnder Integration und verbrecherischer Ehrenmorde zu einer großartigen Filmgeschichte zu verdichten.

 
Spielzeiten
 
Mi, 23.06.2010 18:00 Uhr
Festivalkino 1
Do, 24.06.2010 22:00 Uhr
Festivalkino 1
Fr, 25.06.2010 22:00 Uhr
Festivalkino 1




 

 

 

Angaben zum Film

Regie & Buch: Feo Aladag
Länge: 119 Min.
Darsteller: Sibel Kekilli, Derya Alabora, Settar Tanriögen, Florian Lukas, Alwara Höfels, Nursel Köse
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Andrea Mertens
Musik: Max Richter, Stéphane Moucha
 
Produktion:
Independent Artists Filmproduktion
Joseph-Haydn-Str. 1
10557 Berlin
Tel.: +49 (0)30 280 447 06/7
Fax: +49 (0)30 288 798 35
office@independent-artists-filmproduktion.de
www.independent-artists-filmproduktion.de
 
Verleih:
Majestic Filmverleih GmbH
Bleibtreustraße 15
10623 Berlin
Tel.: +49 (0)30 887 144 80
Fax: +49 (0)30 887 144 810
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Weltvertrieb:
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www.telepool.de

Sprache
Deutsch, Türkisch mit deutschen Untertiteln


 

 

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