Burhan Qurbani


wurde 1980 in Erkelenz bei Mönchengladbach geboren. Nach dem Abitur arbeitete er zunächst als dramaturgischer Assistent und als Regieassistent am Staatstheater in Stuttgart. Danach sammelte er als Kameraassistent bei der Filmproduktionsfirma "teamwork" Erfahrungen und begann 2002 sein Studium im Fach Szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seine Kurzfilme wurden auf Filmfestivals in der ganzen Welt ausgezeichnet. Für Illusion erhielt er 2008 den Deutschen Kamerapreis und den Preis der Deutschen Filmkritik sowie die Auszeichnung "Black Pearl" als "Best upcoming filmmaker of the year" beim Middle East International Film Festival. Shahada ist sein erster Spielfilm, der im Wettbewerb der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin lief.

 

Shahada

 

Von Burhan Qurbani

Drei junge deutsche Muslime aus unterschiedlichen kulturellen Milieus in Berlin hadern mit ihrer Religion. Samir erkennt, dass er ist, was er nicht sein darf: Er ist schwul und liebt seinen Kollegen David.
Maryam freut sich ihres Lebens im Freundeskreis und in Clubs. Doch dann wird sie schwanger. Sie traut sich nicht, ihrem Vater, dem eigentlich liberalen Iman einer kleinen Gemeinde, in der sich die Wege der Figuren immer wieder kreuzen, davon zu erzählen. Vedat hat sie alleine großgezogen. Nun zieht sie, weil sie sich schuldig fühlt, als Islamistin gegen ihren Vater zu Felde und wiegelt die Gemeinde gegen ihn auf. Der Polizist Ismail hat vor einiger Zeit bei einer Razzia auf dem Großmarkt eine junge Frau verletzt. Ein erneutes Treffen mit ihr wirft ihn aus der Bahn. Shahada - das ist das Glaubensbekenntnis des Islams. Nach ihm hat der Regiedebutant Burhan Qurbani seinen Film strukturiert. In einer außerordentlich differenzierten Art und Weise geht es bei diesem Film um den Glauben und wie man ihn mit dem Leben vereinbart. Und plötzlich könnte der liberale Iman auch ein katholischer Priester im Ruhrgebiet sein. Seine Entfremdung von der Tochter, trotz allem guten Willen, ist auch keine spezifisch islamische Angelegenheit und schon Pier Paolo Pasolini haderte mit der Schwulenfeindlichkeit der katholischen Kirche.

Ein Film, nach dem man den Islam, abseits des militanten Islamismus, besser verstehen kann. Und der Versuch, die wichtigsten Fragen des Glaubens (ganz gleich an was oder wen) endlich wieder einmal ins Gespräch zu bringen. Es handelt sich um eine stete Suche nach dem richtigen Weg. Man könnte auch sagen - nach Sinn.

 
Spielzeiten
 
Di, 22.06.2010 21:00 Uhr
Festivalkino 2
Mi, 23.06.2010 17:00 Uhr
Festivalkino 2
Do, 24.06.2010 19:00 Uhr
Festivalkino 2
Fr, 25.06.2010 17:00 Uhr
Festivalkino 2




 

 

Angaben zum Film

Regie & Buch: Burhan Qurbani
Länge: 89 Min.
Darsteller: Maryam Zaree, Jeremias Acheampong, Carlo Ljubek, Marija Skaricic, Akzent in v -Form, Sergej Moya, Vedat Erincin, Anne Ratte-Polle
Kamera: Yoshi Heimrath
Schnitt: Simon Blasi
Musik: Daniel Sus

Produktion:
bittersuess pictures GmbH
Anklamer Str.33

10115 Berlin
Tel.: +49 (0)30 285 376 700
Fax: +49 (0)30 285 376 733
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Sprache
Deutsch, teilweise Englisch und Arabisch mit englischen Untertiteln


 

 

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