Lancelot von Naso

 

wurde 1976 in Heidelberg geboren. Er spielte Schach in der 1. und 2. Bundesliga für Tübingen 1870 e.V. und nahm 1996 sein Studium in Heidelberg auf. Seine Fächer waren Politische Wissenschaften, Romanistik und Jura. Während des Studiums entdeckte er sein Interesse für den Film und absolvierte Praktika bei Filmproduktionsfirmen (u.a. als Locationmanager für ANATOMIE in Heidelberg). 1999 begann er sein Studium in der Spielfilmabteilung der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Sein Spielfilmdebüt Waffenstillstand brachte ihm unter anderem den "Interfilm-Preis der ökumenischen Jury", den "Publikumspreis" beim 5. Züricher Film Festival und den "Förderpreis Deutscher Film" bei den
43. Internationalen Hofer Filmtagen ein.

 

 

Waffenstillstand

 

 

Von Lancelot von Naso

Wer traut sich schon so was: einen deutschen Film mit Innenansichten des Irak-Bürgerkriegs. Kathryn Bigelow hat für ihren Film The Hurt Locker über ein Bombenentschärfungskommando vor Kurzem einen Oscar bekommen. Aber die Besucherzahlen waren eher mäßig. Möchten wir gar nicht hinschauen? Nicht wissen, was tatsächlich passiert? Bei diesem Politthriller aus Deutschland haben Sie die Gelegenheit, das Gegenteil zu demonstrieren. Angeblich ist der Irak-Krieg schon vorbei. Aber in Falludscha, der Hochburg des irakischen Widerstands, wird 2004 immer noch gekämpft. Die Nachricht von einer 24-stündigen Waffenruhe, die niemand so recht bestätigen will, veranlasst die Logistikerin einer internationalen Hilfsorganisation und den schon desillusionierten Arzt Alain, einen Hilfstransport mit Medikamenten für ihre Kollegen vor Ort auf der anderen Seite der feindlichen Linien zu planen. Der Journalist Oliver sieht die Chance für eine ganz besondere "Story". Und schon sind sie unterwegs auf gefährlichem Gelände. Raus aus Bagdad nach Falludscha. Die Zeit drängt.

Im Kugelhagel von allen Seiten und gefährdet auch durch das "friendly fire", die Bomben der US-Army, versuchen die Protagonisten ihre eigene Wahrheit dieses Krieges zu finden und auch sich selbst. Und das in einem fesselndem Kriegsfilm aus Deutschland, dessen Entstehungsgeschichte fast ebenso spannend sein dürfte. Niemand ist unschuldig, alle sind in Gefahr und am Ende gibt es keine einfachen Lösungen in diesem Melodrama aus einem der Kriege, die unsere Zeit prägen.

 

Spielzeiten
 
Sa, 19.06.2010 20:15 Uhr
Festivalkino 1
So, 20.06.2010 18:00 Uhr
Festivalkino 1
Mo, 21.06.2010 18:00 Uhr
Festivalkino 1




 

 

 

Angaben zum Film

Regie: Lancelot von Naso
Buch: Lancelot von Naso, Kai-Uwe Hasenheit, Collin McMahon
Länge: 104 Min.
Darsteller: Matthias Habich, Thekla Reuten, Hannes Jaenicke, Max von Pufendorf
Kamera: Felix Cramer
Schnitt: Vincent Assmann, Kilian von Keyserlingk, Lancelot von Naso
Musik: Oliver Thiede, Jonas Bühler
 
Produktion:
DRIFE Deyle & Richter Filmproduktion
C/O Bayerisches Filmzentrum
Bavariafilmplatz 7
82031 Geiselgasteig
Tel.: +49 (0)89 649 811 81
Fax: +49 (0)89 649 811 83
info@drife.com
www.drife.com
 
ZDF - Das kleine Fernsehspiel
 
Verleih:
3L Filmverleih
Schleefstr. 3
44287 Dortmund
Tel.: +49 (0)231 945 539 1
Fax: +49 (0)231 945 539 9
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www.3l-film.de
 
Weltvertrieb:
BETA CINEMA
Grünwalder Weg 28d
82041 Oberhaching
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beta@betacinema.com
www.betacinema.com

Sprache
Deutsch mit englischen Untertiteln


 

 

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