Wolfgang Fischer


wurde 1970 in Amstetten, Niederösterreich geboren. Zwischen 1990 und 1994 studierte er Psychologie und Malerei an der Universität Wien und war nebenbei als Regieassistent bei der Film- und Videoproduktionsfirma DORO in Wien tätig. Anschließend studierte er Film und Video an der Kunstakademie in Düsseldorf sowie im Bereich Film und Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien Köln. Sein Abschluss-Kurzfilm Grau erschien 2001. Neben diversen Lehrtätigkeiten, arbeitet Fischer seit 1999 als Regisur beim WDR sowie bei Phoenix. Was du nicht siehst ist sein Spielfilmdebüt.

 

 

Was du nicht siehst

 

Von Wolfgang Fischer

Der 17-jährige Anton reist mit seiner Mutter und dem ungeliebten Mann an ihrer Seite an die raue Atlantikküste. Die Beziehung zu Paul, der sich als Stiefvater verstehen möchte, bröckelt schon. Anton ist also allein unterwegs im dramatischen Ambiente mit schroffen Felsen, Weltkriegsbunkern, Meereswellen und Ferienhäusern samt Pool. Bei einem Ausflug in die Umgebung lernt er David kennen, einen eigentümlich rätselhaften Gleichaltrigen, der ihm bald seine Schwester Katja vorstellt, ganz so, als sei sie seine Geliebte. Zwischen sexuellem Erwachen und subtiler Verführung, gleichermaßen geleitet von Begierde wie auch Angst davor, wird Anton immer mehr in eine Odyssee durch die Abgründe seiner dunklen Wünsche und zu schrecklichen Geheimnissen geführt. Seine bösen Wünsche erfüllen sich. Das Geschwisterpaar, das so selbstverständlich auf dem Nachbargrundstück wohnt, ist vielleicht nur ein Hirngespinst, und der Pool enthüllt nur nach und nach seine Wahrheiten. Im Spätsommer wird er schon vom Laub beherrscht. Die Verwünschungen der Zeitgeschichte, die in Beton gegossenen Bunker des Zweiten Weltkrieges, ragen wie psychotische Gerippe in die Selbstfindungsgeschichte der drei jungen Leute hinein, die manchmal wie eine einzige Person zu sein scheinen. Ein ganz besonderer Psychothriller mit grandiosen Darstellern und wilder Natursymbolik. Auch das, was man nicht sieht, ist trotzdem anwesend. Das Leben ist real und mystisch zugleich. Es ist ein Echo der gestörten Beziehung zwischen Mutter und Sohn, das sich in einer tragischen Aktion entlädt. Großartige Symbolbilder bietet der Wald, der bald vermuten lässt, wir befänden uns ganz und gar im Inneren der Seele.

 
Spielzeiten
 
Sa, 19.06.2010 16:00 Uhr
Festivalkino 1
Di, 22.06.2010 22:00 Uhr
Festivalkino 1
Fr, 25.06.2010 18:00 Uhr
Festivalkino 1




 

 

Angaben zum Film

Regie & Buch: Wolfgang Fischer
Länge: 90 Min.
Darsteller: Ludwig Trepte, Frederick Lau, Alice Dwyer, Bibiana Beglau, Andreas Patton
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Isabel Meier
Musik: Wilhelm Stegmeier
 
Produktion:
Lichtblick Film
Apostelnstr. 11
50667 Köln
Tel.: +49 (0)221 925 752 0
Fax: +49 (0)221 925 752 9
info@lichtblick-film.de
www.lichtblick-film.de
 
In Koproduktion mit Stalkerfilm, WDR und Arte.

Sprachee
Deutsch ohne Untertitel


 

 

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