Jesper Petzke


wurde 1979 in Osnabrück geboren. Nach seinem Abitur studierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film in München in der Abteilung III für Film und Fernsehspiel. Von Mai bis August 2004 machte er ein Auslandssemester an der Bond University in Gold Coast, Australien. Anschließend nahm er an Seminaren zur Filmdramaturgie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin teil. Bei zahlreichen Spielfilmen arbeitete er als Regie-Assistent und 2nd-Unit Regisseur, so unter anderem bei allen drei Teilen von Die Wilden Hühner, Pizza und Marmelade, Unter Verdacht - Das Geld anderer Leute und Mit einem Schlag. Seine letzten eigenen Arbeiten waren der Kurzfilm Verstärker und die HFF-Gruppenproduktion Kamera Eine kalte Nacht. 

Wie Matrosen

 

 

Von Jesper Petzke

Zwei Tage in Berlin, der schlaflosen Party-Haptstadt, machen dem erfolgreichen DJ Fanal zu schaffen. Er ist ausgelaugt und trotzdem ruhelos und einsam. Daheim in München sucht seine Freundin nach einer gemeinsamen Wohnung. In Berlin trifft Fanal die Kanadierin Eve. Er ist wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt. Sie ist ein Versprechen auf die wilde Welt der ewigen Party. Und doch auch Frau, Heimat, Anker. Die beiden albern herum, berühren einander, schließlich kommt es zum ersten Kuss. Beide wissen trotzdem, dass ihre Liebe keine Zukunft hat. Sie werden beide - das steht von Anfang an fest - wieder zurückkehren in ihre Lebenswelt. Doch diese zwei Tage sind wie ein ganzes Leben. Am Ende bringt Eve ihren Märchenprinzen zum Bahnsteig am Berlin-Hauptbahnhof. Melancholie über der Szene und dann doch eine lockere Geste, die es ihm ermöglicht, in den Zug zu steigen und abzureisen. Die ganze Verliebtheit löst sich auf in Melancholie.

Die besondere Begegnung hat keine weiteren Folgen. Sie verweist aber im filmischen Stil auf grandiose Vorbilder wie Außer Atem von Jean-Luc Godard, der 1960 Jean-Paul Belmondo als Kleinverbrecher mit Hütchen und aussichtslosen Geliebten von Jean Seberg feierte. Sie kündigt ihm auch gleich an, dass aus ihnen als Paar nichts werden wird. Wie Matrosen haben die beiden Liebenden nur eine kurze Zeit. Es ist, wie wenn das Leben nur einen Tag dauerte. Da muss man sich jede Entscheidung besonders gut überlegen.

 

Wird gezeigt mit dem Kurzfilm:

Polar

Von Michael Koch

Nach Jahren will Luis seinen Vater wiedersehen. Doch der lebt mit neuer Frau und einem gemeinsamen Kind in den Bergen. Der Konflikt zwischen den beiden spitzt sich zu. 2009 wurde der Film mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet.
Polar wird im Anschluss an Wie Matrosen gezeigt, läuft aber in der Kategorie Lichtblicke
 
 
Spielzeiten
 
Fr, 25.06.2010 20:00 Uhr
Festivalkino 1
Sa, 26.06.2010 18:00 Uhr
Festivalkino 1
So, 27.06.2010 16:00 Uhr
Festivalkino 1




 

 

Angaben zum Film

Regie & Buch: Jesper Petzke
Länge: 50 Min.
Darsteller: Alice Dwyer, André Szymanski, Wotan Wilke Möhring, Victoria Mayer
Kamera: Jenny Bräuer
Schnitt: Julia Drache
Musik: Sebastian Pille
 
Produktion:
Imbissfilm
Im Bayerischen Filmzentrum
Bavariafilmplatz 7
82031 Geiselgasteig
Tel.: +49 (0)89 649 811 03
Fax: +49 (0)89 649 813 03
info@imbissfilm.de
www.imbissfilm.de

Sprache
Deutsch, teilweise Englisch ohne Untertitel


 

 

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