|
Jesper Petzke
|
Wie Matrosen
Von Jesper Petzke Zwei Tage in Berlin, der schlaflosen Party-Haptstadt, machen dem erfolgreichen DJ Fanal zu schaffen. Er ist ausgelaugt und trotzdem ruhelos und einsam. Daheim in München sucht seine Freundin nach einer gemeinsamen Wohnung. In Berlin trifft Fanal die Kanadierin Eve. Er ist wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt. Sie ist ein Versprechen auf die wilde Welt der ewigen Party. Und doch auch Frau, Heimat, Anker. Die beiden albern herum, berühren einander, schließlich kommt es zum ersten Kuss. Beide wissen trotzdem, dass ihre Liebe keine Zukunft hat. Sie werden beide - das steht von Anfang an fest - wieder zurückkehren in ihre Lebenswelt. Doch diese zwei Tage sind wie ein ganzes Leben. Am Ende bringt Eve ihren Märchenprinzen zum Bahnsteig am Berlin-Hauptbahnhof. Melancholie über der Szene und dann doch eine lockere Geste, die es ihm ermöglicht, in den Zug zu steigen und abzureisen. Die ganze Verliebtheit löst sich auf in Melancholie. Die besondere Begegnung hat keine weiteren Folgen. Sie verweist aber im filmischen Stil auf grandiose Vorbilder wie Außer Atem von Jean-Luc Godard, der 1960 Jean-Paul Belmondo als Kleinverbrecher mit Hütchen und aussichtslosen Geliebten von Jean Seberg feierte. Sie kündigt ihm auch gleich an, dass aus ihnen als Paar nichts werden wird. Wie Matrosen haben die beiden Liebenden nur eine kurze Zeit. Es ist, wie wenn das Leben nur einen Tag dauerte. Da muss man sich jede Entscheidung besonders gut überlegen.
Wird gezeigt mit dem Kurzfilm: PolarVon Michael Koch Nach Jahren will Luis seinen Vater wiedersehen. Doch der lebt mit neuer Frau und einem gemeinsamen Kind in den Bergen. Der Konflikt zwischen den beiden spitzt sich zu. 2009 wurde der Film mit dem Deutschen Kurzfilmpreis in Gold ausgezeichnet.
Polar wird im Anschluss an Wie Matrosen gezeigt, läuft aber in der Kategorie Lichtblicke
Spielzeiten
|
|||||||||
|
Angaben zum Film Regie & Buch: Jesper Petzke
Länge: 50 Min. Darsteller: Alice Dwyer, André Szymanski, Wotan Wilke Möhring, Victoria Mayer Kamera: Jenny Bräuer Schnitt: Julia Drache Musik: Sebastian Pille Produktion:
Imbissfilm Im Bayerischen Filmzentrum Bavariafilmplatz 7 82031 Geiselgasteig Tel.: +49 (0)89 649 811 03 Fax: +49 (0)89 649 813 03 info@imbissfilm.de www.imbissfilm.de
Sprache
|
||||||||||
|
|

