Eröffnungsrede

Meine Damen und Herren, „Herzlich Willkommen!,
– kaum zu glauben, aber es ist wahr – wir sind am Eröffnungsabend und es kann beginnen, das „Festival des neuen Films“ in der Region Rhein-Neckar. Auf der Parkinsel in Ludwigshafen, – das erste!“ Das war ich, der so sprach und das an dieser Stelle, am 30. Juni 2005, ein Donnerstag war das und es war trocken und viel zu warm. Aber der Saal war so voll wie dieser heute. Mit einem Unterschied: alle waren 10 Jahre jünger. Sie verzeihen mir diesen undezenten Hinweis? Er ist unvermeidlich, wenn man etwas feiern will, das 10 Jahre alt ist. Reine Logik, meine Damen und Herren! Gefühlt, ist es nicht zu fassen. Deshalb bleiben wir einfach dabei, so zu tun als wären wir gar nicht hier, sondern dort: an diesem 30. Juni 2005. Was war geschehen?

Der Industriekapitän eines Weltkonzerns wollte die gute alte Kurpfalz zu einer „Europäischen Metropolregion“ machen. Und weil es sich um Eggert Voscherau und die BASF handelte, wurde die Sache auch umgesetzt und in einem Staatsvertrag im April 2005 besiegelt, kapitänsmäßig eben. Zwei Monate später saßen wird dann alle hier bei der feierliche Festivaleröffnung, – hier auf der Insel. Nicht, dass die Region arm gewesen wäre an Kulturveranstaltungen aller Art, aber der eine oder andere Leuchtturm für diese Region, der wurde noch vermisst. Um dies zu erreichen, hatte man ein bunt zusammengesetztes Gremium „Kulturvision 2015“ gegründet und in diesem wird dann das vorgeschlagen, was an dieser Stelle immer vorgeschlagen wird, nämlich einen selbst schon als Leuchtturm funktionierenden Intendanten zu engagieren, der spektakuläre Events in Szene setzt, Feuerwerke der Aufmerksamkeit. Ein auch heute absolut geläufiger Gedanke – „Machen Sie das so, das wird immer so gemacht!“

Aber erstaunlicherweise setzt sich dieser Vorschlag gar nicht durch, denn ein paar wenige der Gremiumsmitglieder sind anderer Meinung, allen voran Dr. John Feldmann, Mitglied im Vorstand der BASF. Die wollen „nachhaltiger“ verfahren, als es solche „Feuerwerke“ vermögen, wollen es stattdessen „regionsverbunden“ mit hiesigen Kräften versuchen. Das muss gar nicht einfach gewesen sein, diesen höchst ungewöhnlichen, ja geradezu gärtnerischen Gedanken durchzusetzen. Wobei es andererseits auch wieder einfach war, diese Meinung der BASF durchzusetzen, denn bereit, Geld in die Hand zu nehmen war ohnehin einstweilen nur dieser Chemiekonzern. Und ehrlich gesagt hatte man dort auch die Hoffnung, die Herren und Damen Direktoren und Intendanten der Region würden sich vielleicht bei dieser Gelegenheit kollegial zusammen setzen und sich vielleicht sogar gemeinsam etwas ausdenken, das dann für eine geniale Kombination aus Knalleffekt und anhaltendem Kulturgebrauchswert sorgen könnte. Das hat nicht geklappt. Obwohl die BASF als Hauptfinancier dieses Vorhabens sie alle in einem großen Saal versammelt hatte…

Ich saß selber in diesem Saal, in dem um mich herum geklagt und gejammert wurde, das es kaum auszuhalten war. Es plagte die versammelten Kulturellis sehr, dass es plötzlich Geld geben sollte, aber keine richtigen Richtlinien dafür: Ja, wer soll denn wie viel Geld für was kriegen und überhaupt? Man fragte sich geradezu mit Entsetzen, wie man sich denn um Gottes-Willen auf so etwas Ungenaues einstellen sollte, denn das würde ja heißen, dass eine originelle Idee sich einfach so durchsetzen könnte, vielleicht sogar ganz ohne Abstimmung – im doppelten Sinn des Wortes. Zwei Welten trafen da aufeinander: die des Managements und die der Kulturpflege und selten konnte man die Unterschiede so deutlich sehen wie an diesem Nachmittag. Weil ich mich fast ausschließlich nur unbeliebt gemacht habe mit meinen Wortmeldungen damals in dieser Versammlung der Bedenkenträger, kritzelte ich in innerer Emigration eine Idee auf den Block vor mir: ein zweites Filmfestival, das nur deutsche Filme zeigt und damit das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg, dessen Direktor ich damals im 15. Jahr war, ergänzt. Könnte genau das sein, was sie suchen, dachte ich und dass diese Gelegenheit nie wieder käme…

Ich fuhr nach Hause und telefonierte die vollen 50 Minuten mit meiner Frau, das Für und Wieder hin und her wälzend und im Grunde schon fast alles ausbaldowernd. Denn wir wollten die Gelegenheit beim Schopf ergreifen, uns endlich ein bisschen zu revanchieren. Edle Motive also! Denn es hat uns gewurmt, dass wir mit dem in der ganzen Welt berühmten Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg im eigenen Land Deutschland weniger galten als es logisch gewesen wäre angesichts der weltweiten Bedeutung und erfreulich hohen Beachtung. Andere Filmfestivals wie das von Saarbrücken oder München hatten da vor Jahren schon der damaligen Mannheimer Filmwoche, weil sie chronisch unterfinanziert wurde, im Inland den Rang abgelaufen. Zwar hatte es uns 1994 in der deutschen Filmbranche großen Respekt verschafft, dass es gelungen war, das Festival auf Heidelberg auszuweiten, den Landeszuschuss zu verdoppeln und das Festival damit abzusichern – nämlich anstelle der gänzlichen Abschaffung durch einen in Finanzierungspanik geratenen Mannheimer Stadtrat. Aber nach wie vor kränkelte die Geltung innerhalb der deutschen Filmbranche. Nur schwer gelang es uns, deutsche Premieren deutscher Debütregisseure nach Mannheim-Heidelberg zu holen. Das könnte eine Lösung für unser Problem sein, dachten wir, wenn wir das bestehende, weltbekannte internationale Filmfestival von Mannheim und Heidelberg durch ein weiteres Filmfestival in der dritten Stadt der Metropolregion, in Ludwigshafen, ergänzen, das in Abgrenzung dazu ausschließlich deutsche Filme zeigt. Wir würden auf diese Weise ein „Drei Städte Filmfestival“ in der Region realisieren, dass sowohl international wie national wirken könnte. Zugleich aber wäre das neue „Festival des deutschen Films“ ganz offensichtlich ein echtes Kind der ebenso neuen „Metropolregion“, zum selben Zeitpunkt entstanden und aus demselben Geist geschnitzt wie die Idee dieser Metropolregion: nach innen wirken, um nach außen zu strahlen. Und die neue, die dritte Filmfestivalstadt Ludwigshafen würde obendrein eine echte Chance erhalten, viel von diesem Glanz abzubekommen, nämlich als Gastgeberin, die eine verblüffend traumhaft schöne Parkinsel vorzuzeigen hat.

Blieb nur ein einziges – allerdings nicht gerade kleines – Problem: wie würde man nicht nur ein paar wenige, sondern möglichst viele der wirklich guten neuen deutsche Filme auf diese Insel holen können, wo uns dies bei dem anderen Filmfestival schon nicht gelungen war? Und nicht nur das: wie sollen wir es schaffen, angesichts der damals bereits 97 existierenden Filmfestivals in Deutschland nicht automatisch auf Platz 98 zu landen und damit unsere erwartungsvollen Sponsoren gnadenlos zu enttäuschen – weil es höchstens fünf magere Pressenotizen geben würde. Und die Filmbranche im Land, die hätte dann für uns nur ein verheerend mitleidiges Lächeln übrig gehabt angesichts unseres netten aber natürlich hoffnungslosen Versuches…
Wie schaffen wir das trotzdem?, war die Frage, die sich Daniela Kötz (Programm-Managerin des Internationalen Filmfestivals), Dr. Josef Schnelle (Programmgestalter desselben Festivals) und ich selbst uns an grüblerischen Tagen im Winter 2004 / 2005 stellten, während sie alle über uns den Kopf schüttelten, die lieben Kollegen, auf der Berlinale im selben Winter bei unseren vielen nachforschenden Gesprächen. Nur einige wenige hatten schon ein Flackern in den Augen voll dumpfer Vorahnung einer eventuell hier doch entstehenden Konkurrenz… Denn ein mit 50.000 Euro dotierter neuer Filmpreis, gestiftet von der BASF, das hatte Gewicht. Aber auch nicht schlecht war die Idee, ihn „Filmkunstpreis“ zu nennen, so altmodisch wie möglich. Denn wir hatten uns entschieden, die damals aktuelle Debatte um die Neuorientierung des Bundesfilmpreises gezielt zu nutzen. Eine 2003 gegründete Deutsche Filmakademie wollte dem Vorbild der US-Oscars nacheifern und eine populistischere „Lola“ verleihen. Und genau im selben Jahr 2005 gelang es dem Münchner Filmproduzenten Bernd Eichinger und seinen Freunden, dies auch bei Kulturstaatsministerin Weiss durchzusetzen. 400 Fachleute der Branche legten daraufhin Protest ein, weil sie den Verdacht hatten, hier würden sich die Produzenten selbst die Subventionen zuschieben. Als Sprecher des Verbandes deutscher Filmkritiker war Dr. Josef Schnelle auch ein Wortführer dieses Protestes. Man identifizierte unsere Festivalneugründung also unmittelbar mit diesen heiß diskutierten Differenzen. Und so kam es denn, dass wir bei der ersten Ausgabe des Filmfestivals lebhaften und entschlossenen Besuch hatten. Alle Gegner dieses, wie es den Anschein hatte mit der Umwandlung des Bundesfilmpreises verbundenen Trends zur Verflachung und Banalisierung im deutschen Films, gepaart mit dem Abdrängen künstlerischen Qualitätsdenkens – sie alle, die das nicht wollten, kamen nach Ludwigshafen auf die Insel. Tagelang saßen sie in Stuhlkreisen am Rheinufer und diskutierten. Am Ende formulierten sie eine „Ludwigshafener Position“: „Der deutsche Film wird Kunst sein oder er wird nicht sein…“ Und die deutsche Presse schrieb, wir würden eine Lücke füllen, von der man gar nicht gewusst hätte, wie groß sie sei. Besser ging es nicht. Und es hat uns viel Spaß gemacht damals – schon wieder so ein niederer Racheinstinkt – uns vorzustellen, wie sich manch einer voll Neid fragte, welche geniale Werbeagentur wir da heimlich beauftragt hätten…

Der Effekt war so großartig, dass kaum einer gemerkt hat, wie wir gleichzeitig unser Problem gelöst haben, die wirklich guten neuen deutsche Filme auf diese Insel holen zu können, wo uns dies bei dem anderen Filmfestival schon all die Jahre nicht gelungen war. Nämlich gar nicht. Man hat sie uns einfach gegeben, aus Freude und aus dem Gefühl heraus, dass hier auf dieser Insel etwas entstehen würde, das Jahre später beispielsweise Volker Schlöndorff dazu brachte, mit Erstaunen festzustellen, dass hier auf der Insel ja noch an den Film als siebter Kunst geglaubt würde. Und es sind viele, viele Dutzend Regisseure, Produzenten, Schauspieler dazu gekommen, die in den Jahren danach genau dasselbe feststellten und in höchsten Tönen bejubelten – ja, was eigentlich? Was genau? Dass wir tatsächlich nicht an den Gegensatz von Sinn und Sinnlichkeit glauben, oder, dass ein Film, wenn er klug ist, automatisch dafür keinen Spaß macht, oder umgekehrt. Denn wer das glaubt, der glaubt im Grunde nicht an sein Publikum und erklärt die meisten schlichterweise für schlicht. Aber das Gegenteil ist wahr und wer auf die Menschen setzt und ihnen vertraut, dem werden sie umgekehrt ebenfalls vertrauen. Ein an sich verblüffend einfaches Konzept, das dennoch ebenso verblüffend selten angewendet wird. Wir haben es jedenfalls von Anfang an so gehalten. Und dann ging alles ganz schnell. Schön war die „kleine Schwester“ auf dieser traumhaften Insel im Rhein ja von Anfang an, aber dass sie als Geschwisterchen des „großen Bruders“ Internationales Filmfestival so schnell wachsen und immer noch weiter wachsen würde, das war verblüffend. Mit Weitblick hatte der damalige Kulturbürgermeister und ab 2007 Oberbürgermeister Mannheims, Dr. Peter Kurz als Vorsitzender der Kulturvision 2015 der neuen Metropolregion zugelassen, dass das neue Filmfestival auf der anderen Seite des Rheins sogar vom Büro des Internationalen Filmfestivals aus organisiert wurde – und dies zunächst auch ohne großen finanziellen Ausgleich aus dem Budget der noch armen kleinen Schwester – die das freilich inzwischen schon lange wieder zurück zahlt.

Schon gab es die ersten Stimmen, die das neue Festival viel schöner fanden und viel werbewirksamer, bei jährlich rasant wachsender Besucherzahl, und das in der doch viel kleineren, sagen wir mal vornehm kleineren Stadt Ludwigshafen. Es wirkte so, als würden wir quasi gegen uns selbst konkurrieren – wobei das Schwesterfestival nicht nur die schönere Jahreszeit und den schöneren Ort hatte, sondern auch noch die viel weniger sperrigen deutschen Filme und die jedem bekannten deutschen Schauspieler dazu. Wer da als Politiker nicht aus eigener Erfahrung wusste, welch überragender Erfahrungsschatz in den vermeintlich sperrigen Newcomerfilmen des Mannheim-Heidelberg-Festivals liegt, für den wurde der Test auf seine Liebe zur neuen Metropolregion Jahr für Jahr ein Stück härter. Dabei liegt die Wahrheit natürlich darin, dass sich die beiden Filmfestivals in einem echten und wahren Sinne ergänzen, und dies jenseits aller Lippenbekenntnisse. Nicht nur, dass über die Hälfte der Besucher auf beide Filmfestivals gehen, ein Mal im Frühsommer und ein Mal im Herbst, und die deutsche Filmbranche, wenn man ihr nicht hilft, die beiden Filmfestivals gnadenlos zu verwechseln pflegt, auch inhaltlich komplementieren sich die beiden prächtig. Ganz inländisch das eine und ganz auswärtig das andere, wobei die internationalen Newcomer-Filme im November mittlerweile auch alle deutsche Untertitel haben. Aber allein schon die enorme Spannbreite der Kulturen, aus denen sie stammen, verlangt ein bisschen mehr Lust auf Neues und Unbekanntes, als dies die Filme der vertrauten Sprache und Herkunft im Juni/Juli erfordern. Ich bin ganz sicher: wer nur das eine der beiden Filmfestivals besucht, der verpasst tatsächlich einen wichtigen Teil dieser Gesamtveranstaltung, die ich ein „Drei Städte Festivals in zwei Teilen“ nennen möchte.

Aber noch einmal 2005. Zwei Kinozelte gab es und und ein einziges Gästezelt unten am Wasser. Dass das auch überschwemmt sein könnte, wussten wir gar nicht. Schon bald wollten immer mehr Branchengäste zu uns. Und dass wir dafür mehr Hotelzimmer brauchen würden und einen höheren Etat, das war auch nicht vorgesehen. 2006 richteten wir eine „Sommerakademie“ ein in den Zelten unter den alten Bäumen, namhafte Regisseure diskutierten hier mit Filmstudenten, Verleihern und Journalisten über die Zukunft des Kinos. 2007 wurden daraus tägliche „Strandgespräche“ mit den Künstlern des Programms. 2010 machten wir die Entdeckung, dass es ganz wunderbare Spielfilme in Deutschland gibt, die allein für die Fernsehausstrahlung produziert werden und nie auf irgendeinem Filmfestival laufen – und sind dann die ersten in Deutschland, die das ändern. Denn es geht uns um die Filmkunst und nicht primär um gewerbliche Interessen und Loyalitäten. Im selben Jahr richten wir mit Eva Adorjan eine Medienschule ein für die ganz kleinen Kinogänger, 2012 bitten wir den Künstler Heinrich Weiner uns eine Skulptur für die Preise des Festivals zu gestalten und im selben Jahr entsteht mit Dr. John Feldmann und Dr. Reinhard Herzog ein neuer Förderverein der Freunde des Festivals. Schließlich installieren wir 2013 einen „Ludwigshafener Drehbuchpreis“, der mit Signalwirkung in die Branche die Bedeutung guter Drehbücher betont und in diesem Jahr einen neuen „Medienkulturpreis“ für all jene Fernsehredaktionen, die sich dem Trend zur Verblödung durch das Schielen auf Einschaltquoten zumindest versuchen, zu verweigern. Ach ja, und ein Festivalrestaurant haben wir auch für Sie. Weil wir wissen, dass dieses Filmfestival nichts wäre ohne seine Insel, bemühen wir uns Jahr um Jahr aufs Neue, sie so schonend wie möglich zu behandeln und mit kostenlosem Parken im Parkhaus und kostenlosem Bus-Shuttle für alle den Anwohnern der Insel so wenig Unannehmlichkeiten wie möglich zu machen – und wir vergrößern die Zeltlandschaft nicht, obwohl es immer voller und voller wird und entscheiden uns stattdessen für eine – recht teuere – Verlängerung des Festivals, um den steigenden Andrang zu entzerren. Trotz aller offenen Fragen hatten wir das neue Filmfestival 2005 einfach ohne zu zögern in die Landschaft gesetzt. Und erst als es funktionierte, wurde mir jedenfalls klar, wie riskant das war. Aber es funktionierte ja. Und selbst die ärgsten Skeptiker saßen plötzlich auch im Liegestuhl am Rhein und freuten sich mit uns. Der im wahren Sinne des Wortes Premiumsponsor BASF hatte gelassen abgewartet, bis sich weitere Geldgeber finden würden. 2008, im vierten Jahr des Bestehens wird die Stadt Ludwigshafen zum Mitveranstalter und Mitträger – und das einstimmig auch angesichts der wunderbaren Imagewerbung durch das immer bekannter werdende Inselereignis. Es entwickelt sich ein herzlicher Stil der Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt, allen voran Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, und das wechselseitige Vertrauen ist so hoch, dass es Krisenzeiten wie die mit Hochwasser und Feuer im vergangenen Jahr so mühelos und elegant, so tatkräftig und gemeinschaftlich bewältigt, dass man davon woanders nur träumen wird. Im Jahr 2007 waren schon die Sparkasse Vorderpfalz und die Wohnungsbaugesellschaft GAG zu Sponsoren des Festivals geworden, 2008 kam das Klinikum der Stadt dazu, 2011 ergänzt von der TWL als neuem wichtigem Sponsor sowie 2012 außerdem von der Geschäftsführung der Zeitung Die Rheinpfalz. Seit 2011engagiert sich auch das Land Rheinland-Pfalz finanziell bei dem mittlerweile eindeutig größten Filmfestival im Land – der neue Staatssekretär Walter Schumacher und seine Ministerin Doris Ahnen machen es möglich. Das Festival verzehnfacht seine Besucherzahl vom ersten bis zum neunten Jahr des Bestehens und es arbeitet sich hoch vom anfänglichen Platz 98 unter die ersten fünf der Bundesrepublik, ja es wird von der F.A.Z. im April 2012 sogar „zum schönsten Filmfestival Deutschlands“ erklärt. Ich glaube, die Unternehmen, die es sponsern, sind stolz darauf, dabei zu sein – und wer noch nicht dabei ist, macht etwas falsch.

Ich sehe die Schlangen an den Kassen zum Vorverkauf in diesem Jahr und freue mich – weniger mit Stolz als mit großer Dankbarkeit über diese unglaubliche Erfolgsgeschichte. Und ich will anmerken, dass es eine der schönsten politischen Erfahrung des Direktors ist, dass er sich sowohl beim Erfinden wie beim Ausgestalten dieses Festivals nie in der Rolle eines Bittstellers hat fühlen müssen, dass er nie mit Besserwissern und Hilfsbremsern konfrontiert war und dass er im Gegenteil ständig das Gefühl hatte und es in immer stärkerem Masse hat, eher von Verbündeten, von echten Partnern, ja sogar Freunden des Filmfestivals umgeben zu sein. Damit fühlt man sich reich und dankbar. Und man weiß, dass man all dies ohne die wache und täglich präsente Mitarbeit von Daniela Kötz ebenso wenig geschafft hätte wie ohne diesen Dr. Josef Schnelle und auch nicht ohne Klaus Wichmann und Adriana Alder, um nur die wichtigsten meiner wunderbaren Mitarbeiter zu nennen. Ich danke ihnen allen herzlich und freue mich auf die nächsten zehn Jahre „Festival des deutschen Films“ in der Metropolregion Rhein-Neckar und dort, fast in der Mitte dieser Region auf diesem kleinen oberen Zipfel einer Halbinsel im großen Fluss – der Parkinsel von Ludwigshafen am Rhein!

Vielen Dank!

Filmfestival Ludwigshafen 2018 beginnt am 22. August 

Freiheit für den Tatort!

DAS FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN FEIERTE 19 TAGE DAS DEUTSCHE KINO

DER „GOLDENE NILS“ DES 13. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS GEHT AN DEN FILM „AMELIE RENNT“ VON REGISSEUR TOBIAS WIEMANN

FESTIVALFINALE MIT PREISVERLEIHUNG

SIEGFRIED KRACAUER PREIS 2017 VERLIEHEN

PREISGALA FÜR DREHBUCHAUTOR MARKUS BUSCH

SILLY ROCKT DIE PARKINSEL