Am Abend aller Tage

von Dominik Graf

 Mit Friedrich Mücke, Victoria Sordo, Ernst Jacobi, Hildegard Schmahl

Eine geheimnisvolle Malerin in München und ein junger Mann, der etwas herausfinden will – natürlich wird das eine Liebesgeschichte. Zugleich aber geht es um die Kunst. Er ist im Auftrag einer Gruppe älterer Herrschaften hinter einem Raubkunst-Gemälde her eines gewissen Herrn Dutt, dem Onkel der Malerin. Dutt besitzt ein Haus voller Kunstwerke und erinnert dabei an den Fall des zwielichtigen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, der durch die Gazetten ging. Drehbuchautor Markus Busch dichtet ihm dabei ein ganz besonderes Kunstverständnis an, das an eine Religion erinnert. Doch Kunst ist Erotik und Erotik ist Kunst und Schmerz. So fühlt sich jedenfalls die Kunst an, die Alma verfertigt. Mit dicken Farben bemalt sie später die Haut des Geliebten, der auf der Suche nach den Geheimnissen des verschwundenen Kunstwerks „Berufung der Salomé“ von einem berühmten Künstler den direkten Weg zum Ziel verloren zu haben scheint. Wem gehören überhaupt die Bilder? Wollen sie nicht auch überhaupt verstanden und ergründet werden, wie jeder Mensch, den man liebt? Eine tiefgründige Liebesgeschichte, in der die Kunstwerke sich ebenso wenig fixieren lassen, wie die Liebe, die entsteht. Inszeniert von Dominik Graf, dem Meister des dynamischen und zugleich gedankentiefen Erzählens in einem immer spannenden Szenarium.

MARKUS BUSCH

wurde geboren 1965 in Münster/Westfalen. Er studierte ab 1985 Freie Kunst und Film an der FH Köln. Direkt im Anschluss studierte er bis 1994 Film & Fernsehen an der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM). Seit 1997 ist Busch als freier Autor für Film und Fernsehen tätig. Zu seinen Arbeiten gehören unter anderem die Drehbücher zu zahlreichen Dominik-Graf-Filmen, darunter „Bittere Unschuld“ (1999), sowie der Berlinale-Skandalfilm „Der Felsen“ (2002). Der Film „Das Gelübde“ (2007), der 2007 den Filmkunstpreis des Festival des deutschen Films in Ludwigshafen erhielt, war ebenfalls von ihm zusammen mit dem Regisseur Dominik Graf entwickelt. Für die Reihe „Dreileben“, bei der Dominik Graf in Kooperation mit Christian Petzold und Christoph Hochhäusler 2011 den Film „Komm‘ mir nicht nach“ inszenierte, war Markus Busch ebenfalls als Autor für dieses ungewöhnliche Projekt beteiligt und führte noch im gleichen Jahr für „Die Räuberin“, die Geschichte einer Mittvierzigerin, die sich in einen Jungen verliebt, erstmals bei einem eigenen Drehbuch auch Regie. Busch schrieb auch Skripts für Filme von Horst Königstein, Matti Geschonneck und Didi Dankwart. „Am Abend aller Tage“, den wir zu seinen Ehren zeigen, verarbeitet er den „Fall Gurlitt“ und die Frage: wem gehört eigentlich die Kunst? Markus Busch zeigte sich auch dieser komplexen Materie gewachsen. Seine Charaktere sind lebendig und lebensecht. Vielen gilt der Film als der beste Fernsehfilm des Jahres, auch natürlich dank eines hervorragenden Drehbuches.

Festivalkino 1
Mittwoch, 13.September – 20 Uhr
Festivalkino 2
Samstag, 16.September – 17 Uhr

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