Eldorado

Man kann 100.000 Menschen aus den Fluten des Mittelmeers retten, aber sie an den Grenzen dann einfach wieder zurückschicken. Ein Film zum Nachdenken. 

Ein Essayfilm aus der Schweiz. In deutscher Originalsprache.

Kein kluger Kommentar des Filmemachers trübt die Erfahrung in diesem wunderbaren Dokumentarfilm. Sie dürfen selber erleben und hineingeraten in das, was Sie als sogenanntes Flüchtlingsdrama schon längst zu kennen glauben. Wenn der Autor erzählt, dann von damals als er klein war und noch weiß, wie die Flüchtlinge kamen, die des 2. Weltkrieges in die Schweiz. Und dass man sie nicht haben wollte, daran erinnert er sich genau. („Das Boot ist voll“ hieß der Spielfilm, mit dem der Autor zu diesem Thema 1980 berühmt wurde.) Jetzt ist es die Operation „Mare Nostrum“, die er begleitet und bei der hunderttausend Menschen aus den Fluten des Mittelmeers gerettet wurden. Immer noch sterben, wie Sie wissen, Menschen bei dem Versuch das verführerische „Eldorado“ Europa zu erreichen. Leider ein ziemlich aktueller Film. Wir sehen, wie großartig Italien hier mit seinem Militär seine Menschenliebe im ganz großen Stil organisiert hat und zugleich wissen wir aber auch, wie schlecht es den Flüchtlingen heute geht in Italien. Und so sind wir mitten drin in der Debatte der Abweisung ankommender Flüchtlinge an deutschen Grenzen, die in Italien registriert sind – aber eben vielleicht doch nicht zurück sollten. Ein Film zum Nachdenken. (MK)

Spielzeiten:

Donnerstag, 23. August 2018, 14:00 Uhr, Festivalkino I

Dienstag, 04. September 2018, 18:00 Uhr, Festivalkino III

Mittwoch, 05. September 2018, 20:30 Uhr, Festivalkino III

Freitag, 07. September 2018, 16:00 Uhr, Festivalkino III

FSK: ab 6 Jahre

Markus Imhoof, Regie, Drehbuch & Produktion, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte in Zürich und besuchte dort auch die Filmschule an der Schule für Gestaltung. Viele seiner Filme wurden mehrfach ausgezeichnet und liefen auf diversen Festivals. „Das Boot ist voll“ (1980) erreichte beispielsweise die Endauswahl der Academy Awards und auch „More Than Honey“ (2012) fand große Beachtung.

Regie & Buch: Markus Imhoof / Länge: 92 Min.

Kamera: Peter Indergand / Schnitt: Beatrice Babin

Musik: Peter Scherer / Ton: Dieter Meyer, Jürg Lempen, Hugo Poletti

Produzenten: Thomas Kufus, Pierre-Alain Meier, Markus Imhoof

Redaktion: Urs Augstburger (SRF), Sven Wälti (SRG, SSR),
Carlos Gerstenhauer (BR), Matthias Leybrand (BR)

Produktion: zero one film . Lehrter Straße 57 . 10557 Berlin
Tel.: 030 390 66 30 office@zeroone.de . www.zeroone.de

Thelma Film AG (CH)

Verleih: Majestic Filmverleih . Bleibtreustraße 15 . 10623 Berlin
Tel.: 030 887 144 80 info@majestic.de . www.majestic.de

Der „Salon – Internationaler Film“ des 14. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Die nominierten Filme des Medienkulturpreises 2018

Der Wettbewerb des 14. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Den Preis für Schauspielkunst erhält 2018 Iris Berben

Regiepreis Ludwigshafen 2018 für Hans Weingartner

Das 14. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein eröffnet mit der Komödie „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ von Kerstin Polte

Filmfestival Ludwigshafen 2018 beginnt am 22. August 

Freiheit für den Tatort!