Es war einmal in Deutschland…

von Sam Garbarski

 Mit Moritz Bleibtreu, Antje Traue, Anatole Taubmann, Mark Ivanir, Hans Löw, Tim Seyfi

Nazideutschland ist vorbei, aber die Juden, die überlebt haben, fühlen, sie müssen noch immer überleben – bis zu ihrer Abreise nach Amerika. David beschließt provisorisch das zu tun, was er am Besten kann: Textilien zu verkaufen. Schließlich weiß er als letzter Spross eines renommierten Frankfurter Textilkaufhauses genau wie das geht. Aber eine Lizenz der Amerikaner hat er dafür nicht. Er hat sich verdächtig gemacht bei ihnen. Also verkauft er eben illegal mit seinen Freunden in großem Stil Hand-, Bett- und Tischtücher, denn das brauchen die Deutschen jetzt. Die amerikanische Offizierin, die ihn überprüfen soll, traut ihm nicht, er aber spürt sofort, dass sie ihn andererseits attraktiv findet. Schließlich ist es Moritz Bleibtreu. Virtuos versetzt uns dieser großartige Film ins unmittelbare Nachkriegsdeutschland, zugleich aber getraut er sich, ein großes deutsches Tabu zu brechen und den Juden das wieder zu lassen, was ihnen die Nazis so gründlich genommen haben: ihre Gewitztheit und ihren Humor. Aber trotz aller absurder Witze und blitzgescheiten Aktionen erzählt der Film dennoch auch von den schrecklichen Geschehnissen, denen David und seine Freunde im KZ ausnahmsweise entkommen sind. Viele der alten Nazis sind weiterhin da und emsig bemüht, ihre Machtpfründe neu zu verteilen. Da kann es schon einmal dazu kommen, dass kleine und große Rachegelüste hochkommen. Der Film ist ein Kriminalepos von der Entstehung Westdeutschlands auf den Überresten der Naziherrschaft. Zugleich liefert er ein großartiges und trotz aller Tragik höchst vergnügliches Porträt dessen, was die Nazis uns genommen haben: den Reichtum der jüdischen Kultur.

Regie: Sam Garbarski
Buch: Michel Bergmann, Sam Garbarski
Länge: 102 Min.
Kamera: Virginie Saint-Martin
Schnitt: Peter R. Adam
Musik: Renaud Garcia-Fons
Ton: Carlo Thoss
Produzenten: Jani Thiltges (SAMSA Film), Roshanak Behesht Nedjad (IGC Films), Sébastien Delloye (Entre Chien et Loup)
Redaktion: Gabriele Heuser (ZDF)
Produktion: In Good Company Films (IGC) . Pohlstr. 44 . 10785 Berlin
Tel.: 030 204 597 78 . info@ingoodcompany.de . www.ingoodcompany.de
SAMSA FILM . 238C rue de Luxembourg . 8077 Bertrange (LUX)
Tel.: +352 451 96 01 . samsa@samsa.lu . www.samsa.lu
Verleih: X Verleih AG . Kurfürstenstr. 57 . 10785 Berlin
Tel.: 030 269 33 600 . meike.guenther@x-verleih.de . www.x-verleih.de

SAM GARBARSKI
1948 in Deutschland geboren, lebt und arbeitet der Regisseur heute in Belgien. Nach mehr als 20 Jahren an der Spitze einer renommierten Werbeagentur wechselte der Autodidakt 1997 ins Regiefach. Er realisierte über 50 Werbespots und Kurzfilme. 2003 gab Garbarski mit „Der Tango der Rashevskis“ sein viel beachtetes Langfilmdebüt, das den Preis der Stadt Jerusalem beim Jerusalem Film Festival 2004 gewann.

Festivalkino 1
Sonntag, 17. September – 20:15 Uhr

Festivalkino 2
Donnerstag, 14. September – 21:00 Uhr
Freitag, 15. September – 19:00 Uhr

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