Fürchte dich / Ein Tatort

von Andy Fetscher

Mit Wolfram Koch, Margarita Broich, Zazie de Paris, Luise Befort, Marko Dyrlich, Hans-Uwe Bauer

Sind nicht alle Verbrechen böse Gespenstergeschichten? Drängen nicht alle Mordopfer zur Lösung ihres Falles? Und braucht man nicht eine gehörige Portion Furcht, um dem Bösen gegenüber zu treten? Und Furchtlosigkeit, denn hinter jeder bösen Tat steckt neues Unheil. So mag es Kriminalisten vorkommen (auch jenen der „Tatort“-Reihe). Und das macht überhaupt den tieferen Reiz der Kriminalphantasie aus. Gewaltige Energien vergangener Untaten werden frei, wenn man sie wieder einmal genauer betrachtet. Dieser rätselhafte Vorgang, bei dem der „Teufel in uns“ sich offenbart, hört wohl niemals auf. In der rationalen Welt scheint die Lebensenergie der Verbrecher und derer Opfer leicht erklärbar, aber erst wenn man in den mythischen Märchenwelten von Gewalt und Terror nachforscht, kann man deren Macht erkennen. Stets ist es auch gefährlich, die Wahrheit heraufzubeschwören. Wahrheit hat Tötungspotenzial. Hinter jedem Mordfall steckt eine Schauergeschichte, deren Faszination man sich nicht erwehren kann. Brix und Janneke jagen Vermutungen hinterher. Karten werden gelegt. Geheimnisse ausgeplaudert. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen und der Fluch der bösen Tat drängt zu neuem Unglück. Beherzt wie ein Abenteuerheld muss sich Brix ins Getümmel stürzen, damit nicht die dunklen Schatten der Vergangenheit triumphieren. Und Anna muss sich ihren eigenen Dämonen stellen, damit sich alles zum Guten wenden kann. Dieser „Tatort“ ist eine Forschungsreise zu den Wurzeln des Krimis in der Schauerliteratur. Dementsprechend lädiert und geläutert wirkt das Frankfurter Team am Ende dieses Films, den Sie sicher auch verändert verlassen werden.

Regie: Andy Fetscher
Buch: Christian Mackrodt, Andy Fetscher
Länge: 90 Min.
Kamera: Benjamin Dernbecher
Schnitt: Stefan Blau, Andy Fetscher
Musik: Steven Schwalbe
Ton: Katja Schenk
Produzentin: Liane Jessen, Jörg Himstedt
Redaktion: Jörg Himstedt (HR), Liane Jessen (HR)
Produktion: Hessischer Rundfunk (HR) . Bertramstr. 8 . 60320 Frankfurt
Tel.: 069 15 51 . hr-fernsehen@hr.de . www.hr-online.de

ANDY FETSCHER
ist ein Filmregisseur deutsch-rumänischer Abstammung. Von 1999-2001 war Fetscher, Jahrgang 1980, als freier Fotograf und Journalist für Bildagenturen tätig. Es folgte ein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg, das er mit dem abendfüllenden Spielfilm „Bukarest Fleisch“ (2007) abschloss. Sein Horrorthriller „Urban Explorer“ (2011) wurde mehrfach ausgezeichnet und international in Kinopalästen ausgestrahlt.

Festivalkino 1
Samstag, 9. September – 14:00 Uhr

Festivalkino 2
Freitag, 8. September – 21:00 Uhr
Sonntag, 10. September – 15:00 Uhr

Freiheit für den Tatort!

Gäste des 13. Festivals des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Siegfried Kracauer Preis 2017

Der Medienkulturpreis 2017 geht an Lucia Keuter, WDR für die Produktion „Das Leben Danach“

Spätschicht auf dem 13. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Der Wettbewerb des 13. Festivals des deutschen Films

Rekord 2017: Über 12.000 Tickets am ersten Wochenende für das 13. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Ticketvorverkaufsstart des 13. Festival des deutschen Films