Gaza Surf Club

von Philip Gnadt, Mickey Yamine

Mit Sabah Abu Ghanem, Mohammed Abu Jahab, Ibrahim Arafat

 

Wenn die Wellen sich in Gischt auflösen, dann ist selbst das in Gaza anders als in den anderen tollen Surf-Regionen der Welt. Aber zwischen dem Ufer und der von Israel kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze herrscht ein überraschendes Stück Freiheit, Hauptsache das Surfbrett – ohnehin weltweit ein Freiheitssymbol – ist zur Hand. An dem schmalen Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten, in dem fast alle Häuser zerstört sind, haben sich diese Jugendlichen etwas aufgebaut, das nichts zu tun hat mit den fanatischen Feldzügen mit Steinen und Bomben gegen israelische Besatzer oder mit der ausweglosen, religiösen Intoleranz der palästinensischen Hamas. Die Wellen gehören jedem – keiner der Kriegsparteien. Sie stehen für die Hoffnung auf ein ganz eigenes Leben. Sie verkörpern einen Hauch von Freiheit für die Jugendlichen. Ein Stück Hoffnung auf Normalität. „Wenn ich surfe, bin ich in einer anderen Welt,“ sagt einer der Jungs. Manchmal wird der Strand gesperrt. Dann ist es zu gefährlich und auch die Surfer können sich an ihrem Lieblingsort nicht mehr frei bewegen. Und da ist dann noch dieses Mädchen, das so gerne auch surfen würde. Aber den Mädchen ist ab einem gewissen Alter das Schwimmen im Meer verboten. Wenn dann dürfen sie nur für den Film das patriarchale Tabu überwinden. Die Freiheit der Surfer hat auch innere Grenzen. Die jungen Männer träumen von der „perfekten Welle“ und davon, einmal am Strand von Hawaii ihr Brett reiten zu können. Das ist die kleine Variante des viel größeren Traums von einem friedlichen und normalen Leben in ihrer Heimat.

Regie & Buch: Philip Gnadt, Mickey Yamine
Länge: 87 Min.
Kamera: Niclas Reed Middleton
Schnitt: Marlene Assmann, Helmar Jungmann
Musik: Sary Hany
Ton: Mohammed Alsousi
Produzent: Mickey Yamine
Redaktion: Jutta Krug (WDR)
Produktion: Little Bridge Pictures . Torstr. 154 . 10115 Berlin
Tel.: 030 246 281 58 . hello@littlebridge-pictures.com . www.littlebridge-pictures.com
Verleih: farbfilm verleih GmbH . Boxhagener Straße 106 . 10245 Berlin
Tel.: 030 297 729-0 . info@farbfilm-verleih.de . www.farbfilm-verleih.de

PHILIP GNADT
arbeitet seit seinem Abschluss an der Hochschule der Medien in Stuttgart als freier Regisseur. Er realisiert Unternehmens- und Dokumentarfilme. Zusammen mit Mickey Yamine rief Gnadt (*1974) 2012 das Projekt „Gaza Surf Club“ ins Leben, das im Folgejahr mit dem Förderpreis der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet wurde.

MICKEY YAMINA
produzierte „Gaza Surf Club“ mit seiner Produktionsfirma Little Bridge Pictures, außerdem führte er Ko-Regie. Der gebürtige Ägypter kam im Alter von 18 Jahren nach Deutschland und studierte Produktion an der Filmuniversität Babelsberg. Sein Abschlussfilm „Im Wendekreis des Bären“ (2008) erhielt auf dem Festival del film Locarno eine Lobende Erwähnung.

Festivalkino 1
Samstag, 16. September – 14:00 Uhr

Festivalkino 2
Samstag, 2. September – 22:30 Uhr
Donnerstag, 14. September – 15:00 Uhr

Open Air
Dienstag, 12. September – 22:30 Uhr

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