Hanne

Kann man das Leben feiern an einem einzigen, vielleicht letzten Wochenende? Iris Berben unter der Regie von Dominik Graf.

Mit Iris Berben, Petra Kleinert, Herbert Knaup

Hanne wird verabschiedet in die Pensionierung, muss aber selbst das in die eigene Hand nehmen. Ein Film, zugeschnitten auf Iris Berben. Aktiv bis zum letzten Augenblick ist dieser Einschnitt für eine wie sie hart genug, trotzdem lässt sich das noch steigern. Die Routineuntersuchung beim Arzt hat dramatische Folgen. Hanne hat nun nicht nur das Ende ihres Arbeitslebens ins Auge zu fassen, sondern gleich das Lebensende überhaupt. Das ist der Ausgangspunkt für ein Wochenende, das alles verändern wird. Denn ihre Angst vor dem Untersuchungsergebnis am Montag provoziert den Protest gegen solcherlei Abhängigkeit. Sie will ihr Leben in der Hand behalten. Hanne entscheidet sich, ab sofort alles anders zu machen, zieht ins Hotel im Irgendwo, amüsiert sich mit fremden Menschen auch irgendwie und irgendwo, einschließlich einer Liebe aus Studententagen, einem Abenteuer bei Wind und Wetter auf dem Land. Sie vergeudet Zeit, sie füllt sie mit Erfahrung. Für die überragende Qualität dieses Films ist das Drehbuch verantwortlich: Sie erinnern sich an „Blaubeerblau“? Das Drehbuch war auch von Beate Langmaack. Es ist die große schauspielerische Leistung von Iris Berben, die Dramatik dieses Wochenendes doch nur in feinen Nuancen ihrer Mimik zu erzählen – und es ist die meisterhafte Regie von Dominik Graf, der es versteht, aus dem Wenigen, was „wirklich“ geschieht, zugleich eine große Fülle des Mitfühlbaren zu schaffen. (MK)

Spielzeiten:

Samstag,  25. August 2018, 19:00 Uhr, Festivalkino I

Samstag,  25. August 2018, 19:00 Uhr, Festivalkino II

Freitag, 31. August 2018, 20:00 Uhr, Festivalkino I

Sonntag, 2. September 2018, 19:00 Uhr, Festivalkino II

Samstag, 8. September 2018, 19:00 Uhr, Festivalkino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Dominik Graf, Regie, studierte Film an der HFF München und seine Filme sind seit dem 1. Festival des deutschen Films immer wieder bei uns vertreten. So wurde beispielweise „Das Gelübde“ (2007) bei uns mit dem Filmkunstpreis ausgezeichnet. 2016 und 2017 zeigten wir die Dokumentarfilme „Verfluchte Liebe Deutscher Film“ und „Offene Wunde deutscher Film“, die er gemeinsam mit Johannes F. Sievert inszenierte.

Regie: Dominik Graf / Buch: Beate Langmaack / Länge: 89 Min.

Kamera: Michael Wiesweg / Schnitt: Claudia Wolscht

Musik: Florian van Volxem, Sven Rossenbach / Ton: Andreas Mücke-Niesytka

Produzent: Jens C. Susa

Redaktion: Christian Granderath, Sabine Holtgreve (NDR), Prof. Dr. Andreas Schreitmüller (Arte)

Produktion: Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen mbH . Pommernallee 5 14052 Berlin . Tel.: 030 306 97 60 . office@provobis.de . www.provobis.de

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