Rückkehr nach Montauk

von Volker Schlöndorff

Mit Nina Hoss, Stellan Skarsgård, Susanne Wolff, Niels Arestrup, Bronagh Gallagher 

Dass die autobiographische Erzählung „Montauk“ von Max Frisch mit all ihren Bezügen – zum Beispiel zu der Liebesromanze mit der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann – aufgerufen werden würde, war Meisterregisseur Volker Schlöndorff von Anfang an klar. Doch ebenso klar war, dass er eigentlich mit diesem Film vor allem von sich erzählen wollte: von seinen Sehnsüchten, von seinen Verletzungen und von seinen Erinnerungen. Auch das war ihm noch nicht genug, weswegen er den britischen Schriftsteller Colm Tóibín um Unterstützung beim Drehbuch bat. So ist es ein vielfältiger Film über den Zeitenumbruch geworden, der einen ereilt, wenn man zum ersten Mal das Alter spürt und den kalten Hauch des nahenden Todes. Das alles wird in Verbindung gebracht mit einer gescheiterten großen Liebe, die schon fast vergessen ist, aber sich schon mit dem ersten Schritt bemerkbar macht, den der Held bei einer Buchvorstellung in New York unternimmt. Der Schriftsteller liest und sein Roman erzählt von damals vor 17 Jahren, als er bei einem Wochenende mit der Anwältin Rebecca im Küstenörtchen Montauk an der amerikanischen Westküste seiner wahren Liebe begegnet ist. Lässt diese sich tatsächlich wiederbeleben, wo doch Rebecca jetzt wieder vor ihm steht? Oder verbringt er nur sinnlos Zeit mit verblassten Träumen? Sind die Gefühle von damals überhaupt noch anwesend in seiner Erinnerung? Im Reigen der Gefühle muss sich der Schriftsteller auch anderen Begegnungen in der New Yorker Kulturszene stellen. Und dem Zahn der Zeit. Ein großes Alterswerk des Oscar-Preisträgers der „Blechtrommel“. Und ein Rausch der Sinne und der Erinnerungen, den man so schnell nicht vergisst. Vielleicht ist dies der beste Film von Volker Schlöndorff.

Regie: Volker Schlöndorff
Buch: Colm Tóibín, Volker Schlöndorff
Länge: 105 Min.
Kamera: Jérôme Alméras
Schnitt: Hervé Schneid
Film Score: Max Richter
Originalmusik: Thomas Bartlett
Ton: Jean-Paul Mugel, Olivier Dô Hùu
Produzenten: Regina Ziegler, Volker Schlöndorff, Francis Boespflug, Stéphane Parthenay, Sidonie Dumas, Conor Barry
Ausführender Produzent: Hartmut Köhler
Koproduzenten: Til Schweiger, Tom Zickler, Marc Gabizon, Christoph Liedke, Rainer Kölmel, John Keville, Mike Downey, Sam Taylor
Redaktion: Olivier Père (ARTE France Cinéma), Rémi Burah (ARTE France Cinéma), Götz Schmedes (WDR), Claudia Simionescu (BR), Bettina Ricklefs (BR), Andreas Schreitmüller (ARTE)
Produktion: Ziegler Film GmbH & Co. KG . Neue Kantstr. 14 . 14057 Berlin
Tel.: 030 320 905 28 . kerben@ziegler-film.com . www.ziegler-film.com
Verleih: Wild Bunch Germany GmbH . Holzstraße 30 . 80469 München
Tel: 089 444 55 66 44 . office@wildbunch-germany.de . www.wildbunch-germany.de

VOLKER SCHLÖNDORFF
gehört zu den bedeutendsten und international erfolgreichsten Regisseuren Deutschlands. Mit Vorliebe adaptiert Schlöndorff (*1939) deutsche und internationale Literaturklassiker – unvergessen bleiben die Oscar-prämierte Verfilmung „Die Blechtrommel“ (1979) nach Günter Grass sowie die Star-besetzte Max Frisch-Adaption „Homo Faber“ (1991). Auch gesellschaftskritische Arbeiten wie „Die Stille nach dem Schuss“ (2000) oder „Der neunte Tag“ (2004) zählen zum Repertoire des Regisseurs. Auf der Parkinsel wurden in den vergangenen Jahren Schlöndorffs „Ulzhan – Das vergessene Licht“ (2007), „Das Meer am Morgen“ (2011) und „Diplomatie“ (2014) gezeigt.

Festivalkino 1
Donnerstag, 14. September – 20:00 Uhr

Festivalkino 2
Freitag, 1. September – 15:00 Uhr
Freitag, 15. September – 21:00 Uhr

Open Air
Mittwoch, 30. August – 20:30 Uhr

Filmfestival Ludwigshafen 2018 beginnt am 22. August 

Freiheit für den Tatort!

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SILLY ROCKT DIE PARKINSEL