Tiger Girl

von Jakob Lass

Mit Ella Rumpf, Maria Dragus, Enno Trebs, Orce Feldschau, Swiss, Benjamin Lutzke, Robert Gwisdeck

 

Vanilla wollte Polizistin werden. Auch beim Sicherheitsdienst fällt sie durch. Doch als einmal ein Typ sie abschleppen will, ist Tiger zur Stelle. Sie lässt den Macho-Mann, dem Vanilla scheinbar hilflos ausgeliefert war, einfach nicht in ihr Taxi einsteigen. Die beiden jungen Frauen erleben einige Zeit lang ein wildes, anarchisches Leben in der untersten Schublade von Berlins Subkultur. Tigers Domizil ist ein umgebauter Bus, in dem sie mit ein paar Jungs herumhängt, die von Drogen leben. Immer wieder geraten Tiger und Vanilla an einen Polizisten, der selbst nicht ganz „sauber“ ist und müssen sich wehren. Als Vanilla einmal auf einem menschenleeren U-Bahn-Steig von drei Typen angemacht wird, ist Tiger wieder zur Stelle und setzt die Jungs gekonnt außer Gefecht. Vanilla fühlt sich zunächst wie gelähmt, greift aber dann doch ein. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt – oft in Security-Uniformen – begehen die Heldinnen spontan Überfälle, bei denen Vanilla auch schon einmal über das Ziel hinausschießt, bevor sie von Tiger wieder „eingefangen“ wird. Offenbar hat sie echte Gefühle für Vanilla entwickelt, die sich immer häufiger zu einem Problem entwickelt, weil sie bewusst und voller Lust ausrastet. Wie erwachsen gewordene Variationen von „Pippi Langstrumpf“ leben Tiger und Vanilla wild und frei, ohne Kompromisse. Die Dialoge entstanden zwischen den Schauspielerinnen direkt am Set. Dieser Improvisationskurs macht den Film frisch und voller Energie. Man weiß nie, was als nächstes passiert. Ganz junges Kino fast ohne Budget, bei dem die Form ebenso anarchistisch ist, wie die Botschaft.

Regie: Jakob Lass
Buch: Jakob Lass, Ines Schiller, Hannah Schopf, Nico Woche, Eva-Maria Reimer
Länge: 90 Min.
Kamera: Timon Schäppi
Schnitt: Gesa Jäger, Adrienne Hudson
Musik: Golo Schultz
Ton: Benedikt Gaussling, Manuel Meichsner, Valentin Finke
Produzenten: Ines Schiller, Golo Schultz
Produktion & Verleih: FOGMA GmbH . Thiemannstraße 1 . 12059 Berlin . wtf@fogma.de
Constantin Film Verleih Constantin Film AG . Feilitzschstr. 6 . 80802 München
Tel.: 089 444 46 00 . zentrale@constantin-film.de . www.constantin-film.de

JAKOB LASS
gestaltet Dreharbeiten als offenen Prozess – das Drehbuch reduziert er auf ein Minimum, Improvisation und Unerwartetem räumt er einen großen Raum ein. Der Regisseur und Drehbuchautor, Jahrgang 1981, gehört einer neuen Generation von Filmemachern an. Seine Filme werden der Strömung „German Mumblecore“ zugerechnet. Große Erfolge feierte Lass mit „Love Steaks“, für den er unter anderem den Max Ophüls Preis 2014 erhielt.

Festivalkino 1
Donnerstag, 14. September – 22:30 Uhr

Festivalkino 2
Montag, 11. September – 21:00 Uhr
Dienstag, 12. September – 15:00 Uhr

Open Air
Sonntag, 17. September – 22:30 Uhr

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