Zuckersand

von Dirk Kummer

Mit Tilman Döbler, Valentin Wessely, Katharina M. Schubert, Christian Friedel, Hermann Beyer

Die „Zonengrenze“ mit Stacheldraht und Schießbefehl ist nah. Doch für das Leben der beiden zehnjährigen Fred und Jonas spielt das kaum eine Rolle. Was zählt, ist die feste Freundschaft der beiden zueinander, obwohl ihre jeweiligen Elternhäuser grundverschieden sind. Freds Eltern fühlen sich fest verwurzelt in der Ordnung des „realen Sozialismus“ der DDR und misstrauen Jonas unangepasster Mutter mit ihren „Flausen“ im Kopf. Sie hat einen Ausreiseantrag gestellt, aber wer weiß schon, ob sie nicht eines Tages einfach nur „Republikflucht“ begehen will, wie es im Jargon des „anderen Deutschland“ hieß. Doch die beiden Jungs trotzen dem Misstrauen, das ihre Eltern hegen. Ihr Kinderalltag ist unbeschwert, aber ein bisschen absichern wollen sie sich schon. Die Idee: Wenn man ein ganz tiefes Loch in den märkischen Zuckersand buddelt, dann käme man auf der anderen Seite der Erde wieder in Australien heraus. Dort würden sie sich eines Tages wieder treffen, sollten die Umstände sie einmal tatsächlich voneinander trennen. Die Ausreise rückt näher. Eines Tages ist Jonas tatsächlich verschwunden. Fred will nicht glauben, dass sein Freund ihn verlassen hat und initiiert eine dramatische Rettungsaktion an der auch diejenigen mitwirken, die gar nicht an deren Erfolg glauben. Die Geschichte einer Jugendfreundschaft, die alle Grenzen überwindet, im humanitären Stile der Bücher Erich Kästners. Kann etwas stärker sein als Liebe und Freundschaft? Davon erzählt diese Tragikomödie aus schwierigen Zeiten mit Humor und tiefer Trauer, vor allem aber mit unglaublicher Authentizität.

Regie: Dirk Kummer
Buch: Dirk Kummer, Bert Koss
Länge: 89 Min.
Kamera: Christian Marohl
Schnitt: Gisela Zick
Ton: Vasek Flégl
Produzent: Uli Putz, Jakob Claussen
Redaktion: Claudia Simionescu (BR), Christine Strobl (ARD Degeto), Jana Brandt (MDR),
Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion GmbH . Herzog-Wilhelm-Straße 27 . 80331 München Tel.: 089 231 10 10 . kontakt@cp-film.com . www.claussen-woebke-putz.de

DIRK KUMMER
Das erste Mal Filmluft schnupperte der damals 13-jährige Dirk Kummer 1979 als er darstellerisch in dem Zweiteiler „Meines Vaters Straßenbahn“ mitwirkte. Eine Dekade später wurde der heutige Filmregisseur (*1966) Meisterschüler der Ostberliner Akademie der Künste. Parallel absolvierte er ein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Seit 1999 realisiert Kummer Filme wie „Dienstags ein Held sein“ (2010) unter eigener Regie.

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