Begründung der Jury: „An einem zentralen Ort des modernen Lebens, einem Großflughafen, entdeckt Angela Schanelec liebende Paare, die einem verfehlten Leben nachdenken oder einem ersehnten Leben entgegenträumen. Mit überraschender Leichtigkeit, menschlicher Wärme und sanfter Ironie liest ihr Film der Anonymität des Transit- und Warteraums „Orly“ zarte und bewegende Lebensgeschichten ab. Es sind poetische Momente des individuellen Innehaltens in einer davon unberührten dokumentarisch erfassten Welt der flüchtigen Bewegungen.”
FILMKUNSTPREIS 2010 Kategorie Originellste Darstellungsform(undotiert)
und
FILMKUNSTPREIS 2010 Kategorie Originellstes Thema(undotiert)
gehen an den Film Shahada
Regie: Burhan Qurbani
Begründung der Jury: „Burhan Qurbanis „Shahada“ überzeugte die Jury durch die Ernsthaftigkeit und Intensität, mit der sich der Film seinem vielfältig aufgeblätterten Konflikten stellt: der herz- und leibzerreißenden Spannung zwischen Eros und Religion, Glück und Angst im metropolitanen Islam.
Im nachtdunklen winterlichen Berlin hat Burhan Qurbani sein Kaleidoskop der Leiden und Schmerzen unter Berliner Muslimen als Passion in fünf Teilen formuliert, deren einzelne Stationen sich am Glaubensbekenntnis des Islam orientieren.“
FILMKUNSTPREIS 2010 Kategorie Besondere Einzelleistung(undotiert)
geht anRobert Gwisdekin dem Film Renn, wenn Du kannst
Begründung der Jury: „Robert Gwisdek spielt die facettenreiche Rolle des querschnittsgelähmten Benjamin mit der „kalten Flamme“ eines Darsteller-Artisten. Seine alle Charakterbereiche durchmessende Leidenschaft, Mensch zu sein, ohne je sentimental zu werden, erwärmt uns als seine Zuschauer.“