WDR-Redakteurin LUCIA KEUTER erhält den ‚Medienkulturpreis 2017

Ludwigshafen, 8. September 2017 – Im Rahmen einer Galavorstellung wurde heute die Redakteurin Lucia Keuter der Fernsehfilmredaktion des WDR für die Produktion „Das Leben Danach“ mit dem Medienkulturpreis des „13. Festivals des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein“ ausgezeichnet.

 

Der Medienkulturpreis wird seit 2014 verliehen. Er geht an die deutsche Fernsehredaktion, die hauptverantwortlich für eine besonders gelungene neue Fernsehfilmproduktion (Fernsehspiel) ist, die vorbildhaft ist für den Erhalt einer Medienkultur in Deutschland, weil sie unabhängig von Einschaltquoten auf Qualitätsfernsehen im Bereich des Fernsehspiels geachtet wird.

 

Zur Preisverleihung im Festivalkino 1 wurde Lucia Keuter von Regisseurin Nicole Weegmann, den beiden Drehbuchautoren Eva und Volker Zahn, dem Produzenten Valentin Holch (Polyphon Berlin) und den Darsteller/innen Christina Große und Jeremias Meyer begleitet.

 

„Es geht beim Medienkulturpreis um Filmwerke, bei denen man sich zwar viel Mühe gegeben hat, eine möglichst großartige Verführung und Entführung des Zuschauers zustande zu bringen, um natürlich möglichst viele Zuschauer bis zum Schluss dabei zu haben, sich aber zugleich einen sinnlich-intelligenten Zuschauer vorgestellt hat und nicht einen, dem man irgendetwas zum Fressen und Verdauen vorwirft. Weil das aber zugleich bedeutet, dass man möglicherweise die berühmte Einschaltquote riskiert, also die Umsatzzahlen und somit geradezu mutwillig „geschäftsschädigend“ wirkt, deshalb bedarf die dafür verantwortliche Redaktion dringend einer stärkenden Maßnahme, nämlich des öffentlichen Hinweises darauf, dass hier der ebenso berühmte „Kulturauftrag“ des Fernsehens tatsächlich ernst genommen wurde. Das Werk, das wir heute auszeichnen wollen, heißt „Das Leben danach“. Regie führte Nicole Weegmann, eine mittlerweile vielfach preisgekrönte, erfahrene Filmregisseurin, deren frühen Spielfilm „Ihr könnt euch niemals sicher sein“ wir hier auf der Insel präsentiert haben. In Auftrag gegeben wurde „Das Leben danach“ vom WDR-Fernsehen, von der Redaktion Fernsehfilm, Kino und Serie – und verantwortlich betreut von einer Redakteurin. Ihr möchte ich jetzt für diese Arbeit den diesjährigen Medienkulturpreis, der stets an eine Fernsehredaktion geht, überreichen: Lucia Keuter!.“

Auszug aus der Laudatio von Dr. Michael Kötz

„Eigentlich bin ich etwas beschämt, dass ich hier alleine einen Preis verliehen bekomme – dafür, dass ich nur meine Arbeit gemacht habe. Ich gehöre einer Generation von Redakteuren an, die sich den Geschichten und den Menschen verpflichtet fühlt.“ – Lucia Keuter, Preisträgerin des Medienkulturpreises.

 

Lucia Keuter studierte Philosophie, Psychologie, Medizin und Theater-, Film und Fernsehwissenschaften in Köln. Sie war Mitarbeiterin der Studiobühne und Filmwerkstatt, Gründungsmitglied „Kölner Filmhaus e.V.“. Ab 1980 ist sie für Dokumentarfilme verantwortlich (u.a. Maibräute“), übernahm Redaktionsvertretungen (u.a. „Kinderweltspiegel“), führte Studioregie („Sendung mit der Maus“) im WDR. Seit 1989 ist Redakteurin Lucia Keuter  in der WDR-Programmgruppe Familie tätig (u.a. „Käpt’n Blaubär Club“, „Ernest der kleine Vampir”, „Blinky Bill“, „Fix und Foxi“, „Die Dinos“).

Seit 2001 ist sie Redakteurin in der WDR-Programmgruppe Fernsehfilm, Kino und Serie (u.a. „Lindenstraße“, „Mord mit Aussicht“, „Berlin Ecke Bundesplatz“ , „Tatort Münster“, „Die letzten 30 Jahre“, „Freilaufende Männer“, „Kaddisch für einen Freund“, „Das Leben ist nichts für Feiglinge“, „Das Zimmermädchen Lynn“,  „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“, „Wellness für Paare“, „Das Leben Danach“)

 

Der Medienkulturpreis wird seit drei Jahren verliehen. Preisträger waren 2014 Liane Jessen/Jörg Himstedt (Fernsehredaktion HR–Fernsehspiel und Spielfilm) für „Im Schmerz geboren“ und Michael Schmidl/Dr. Manfred Hattendorf (Fernsehredaktion SWR – Film und Kultur) für „Ein offener Käfig“. 2015 ging der Medienkulturpreis an Nina Klamroth (WDR–Redaktion Programmbereich Fernsehfilm, Kino und Serie & Filmvorstellung) für „Ich will Dich“ sowie erneut an Liane Jessen/Jörg Himstedt (Fernsehredaktion HR–Fernsehspiel und Spielfilm) für „Wer bin ich?“. 2016 erhielt Claudia Gerlach-Benz (Fernsehfilmredaktion SWR) für „Das weiße Kaninchen“ die begehrte Auszeichnung.

 

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