Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein eröffnet mit einem Film zu 30 Jahre Mauerfall: „Wendezeit“ von Regisseur Sven Bohse

Ludwigshafen, den 09. Juli 2019 — Wenn sich über 100.000 begeisterte BesucherInnen an einem magischen Ort von der siebten Kunst verführen lassen, dann läuft das „Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein“. Eröffnet wird die 15. Ausgabe mit „Wendezeit“ von Regisseur Sven Bohse, einer „Liebesgeschichte und zugleich ein weiblicher Agententhriller, passend zu 30 Jahren Mauerfall“ (Dr. Michael Kötz). Das Festival präsentiert „Wendezeit“ als Weltpremiere am 21. August 2019 in einer Galavorführung in zwei Kinozelten vor 2.500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie dem Filmteam.

„Als heute vor 30 Jahren die Mauer fiel, war das ein großes Glück für viele, aber nicht für alle. Mit dieser Liebesgeschichte im Räderwerk der Politik, die sich um eine weibliche Doppelagentin dreht, erinnern wir zugleich daran, dass Weltgeschichte immer auch eine persönliche Geschichte ist und dass wir besonders heute vielleicht mit größerer Sensibilität als damals die Befindlichkeit von Menschen erst nehmen müssen, wenn wir unsere Demokratie erhalten wollen“, so Festivaldirektor Dr. Michael Kötz.

Zum Inhalt: Ein Thriller aus der „Wendezeit“, der noch einmal intensiv zurückgeht in die Zeiten des Kalten Krieges, inspiriert von den bis heute ungelösten Geheimnissen um die sog. „Rosenholzdatei“, die die Klarnamen der DDR-Agenten im Westen enthielt. Die Agentin Saskia steht unter dem persönlichen Schutz von Markus Wolf, aber eben nur bis zur Wende. Sie lebt als Frau eines Deutsch-Amerikaners mit zwei gemeinsamen Kindern in Westberlin, arbeitet offiziell für die US-Botschaft, faktisch aber ist sie Mitarbeiterin des CIA. Die Spionin, die aus der Kälte kam, steuert mit der Wende auf eine persönliche Katastrophe zu. Denn längst lebt Saskia keineswegs mehr nur zum Schein ihre Ehe und ihre Familie. Sie liebt sie mindestens so wie ihre alte DDR, die gerade zusammenbricht. Am Ende wird sie ganz darauf angewiesen sein, dass die Liebe ihres Mannes, ihre eigene, ja die der Menschen überhaupt, stärker ist als die Politik des Weltgeschehens, bei der Einzelne so leicht zwischen die Räder kommen. Der Film möchte, dass wir diese Saskia verstehen und nicht nur beurteilen in ihrer Loyalität zur DDR, mit unserem Herzen. Denn dieser bemerkenswerte Film ist ein einziges Plädoyer für Menschlichkeit, für echtes Verständnis und damit für die Liebe. Deshalb ist auch unser Eröffnungsfilm 2019! (Dr. Michael Kötz)

„Wendezeit“ ist eine Produktion der MOOVIE GmbH in Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und der ARD Degeto, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und FilmFernsehFonds Bayern mit Petra Schmidt-Schaller, Ulrich Thomsen, Harald Schrott, Alexander Beyer, André Hennicke, Robert Hunger-Bühler, Carsten Hayes, Lilly Barshy, Niklas Schlenger, Nina Rausch, Artjom Gilz, Mike Davies, Milena Dreissig u.v.a.m., Regie: Sven Bohse. Produzenten sind Oliver Berben und Heike Voßler.

Der „Preis für Schauspielkunst“ für Bjarne Mädel

Der „Preis für Schauspielkunst“ für Julia Koschitz

Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein eröffnet mit einem Film zu 30 Jahre Mauerfall: „Wendezeit“ von Regisseur Sven Bohse

15 Jahre Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Das 14. FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht nach 19 Tagen mit jetzt 115.000 Besuchern zu Ende

Der „Goldene Nils“ des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS geht an den Film „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Dennis Gansel

Der Filmkunstpreis 2018 des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht an „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann

Hans Weingartner mit „Regiepreis Ludwigshafen“ ausgezeichnet