Die Jury des 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Uwe Janson, Katharina Dufner und Robert Fischer entscheiden über die Vergabe des LUDWIGSHAFNER FILMKUNSTPREISES 2019

Ludwigshafen, den 19. August 2019 – Der Ludwigshafener Filmkunstpreis wird durch eine unabhängige dreiköpfige Fachjury verliehen. Im Wettbewerb des 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein konkurrieren Kinofilme und Mischformen Kino-Fernsehen, aber auch reine Fernsehproduktionen. Entscheidend ist allein die ästhetische Qualität der Filme. Der Preis ist seit diesem Jahr mit 30.000 € dotiert – 10.000 an die Regie, 10.000 € an die Produktion und 10.000 € an den Kinofilmverleih des Preisträgers. Die Preissumme an den Kinofilmverleih ist eine Unterstützung des Festivals für die Präsentation anspruchsvoller Filme im alltäglichen Kino. Dabei ist es egal, ob ein Kinostart des Preisträgerfilms noch bevorsteht oder schon erfolgt ist. Der Preis ist nicht teilbar.

Zudem kann die Fachjury „Ludwigshafener Auszeichnungen“ – lobende Erwähnungen für weitere zwei Filmwerke des Wettbewerbs aussprechen.

„Ich freue mich, drei hochkarätige Filmenthusiasten für die diesjährige Juryarbeit auf der Parkinsel zu begrüßen. Alle drei waren schon mit Produktionen bei uns, kennen das Festival, sein spezielles Programm, seine außergewöhnliche Atmosphäre und sein kinobegeistertes Publikum.“

Dr. Michael Kötz, Festivaldirektor

Die Fachjury 2019:

 

Katharina Dufner, studierte Spanisch, Musikwissenschaft und Geschichte in Freiburg, Barcelona und Hamburg. Parallel arbeitete sie als Regieassistentin und Produktionsleiterin bei Theaterproduktionen. Nach ihrem Magisterabschluss arbeitete sie für das Goethe-Institut Mexiko beim Festival Internacional Cervantino.

Von 2004 bis 2006 absolvierte sie den Masterstudiengang Filmproduktion an der Hamburg Media School. Nach einer Hospitanz beim Kleinen Fernsehspiel arbeitete sie anschließend als freie Lektorin für die Redaktion. 2007 betreute sie als Producerin unter anderem Comedy-Serie, TV-Movie und Debütfilm.

Ab Januar 2008 arbeitete sie als Redakteurin beim Kleinen Fernsehspiel, seit Januar 2010 zusätzlich bei der Redaktion Fernsehfilm I. Dort war sie zuständig für diverse Dokumentar- und Fernsehfilme sowie für zahlreiche Kinokoproduktionen. Ebenso betreute sie TV-Mehrteiler und TV-Miniserien für ZDF und für ZDFneo.

Seit 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion Film&Planung des SWR und ist dort zuständig für den Tatort Schwarzwald. Zusätzlich betreut sie Fernsehfilme und Kinokoproduktionen.

Robert Fischer, Jahrgang 1954,  begann Mitte der Siebzigerjahre über Film zu schreiben und machte sich vor allem mit Buchveröffentlichungen über Alfred Hitchcock, Orson Welles, David Lynch, Quentin Tarantino, Jodie Foster, Bernhard Wicki, Jean-Pierre Melville, Rainer Werner Fassbinder, Robert Bresson, André Bazin und François Truffaut einen Namen. Für seine Übersetzung der Schriften Truffauts erhielt er die französische Kulturauszeichnung »Chevalier des Arts et Lettres«. Gemeinsam mit Joe Hembus schrieb er eine Geschichte des »Neuen Deutschen Films«. Nach einem fünfjährigen Zwischenspiel als stellvertretender Leiter des Filmmuseums im Münchner Stadtmuseum, wo er unter anderem für die filmische Aufbereitung des Orson-Welles-Nachlasses verantwortlich war, wechselte Fischer 1999 hinter die Kamera. Sein Dokumentarfilm MONSIEUR TRUFFAUT TRIFFT MR. HITCHCOCK wurde nicht nur auf zahlreichen Festivals gezeigt, sondern auch in der Cinemathèque Française in Paris, im Film Forum in New York sowie in der American Cinematheque in Los Angeles. Im Jahr 2000 eröffnete sein Dokumentarfilm MILOS FORMAN: KINO IST WAHRHEIT die Forman-Retrospektive beim Filmfest München. FASSBINDER IN HOLLYWOOD (2002) und ERNST LUBITSCH IN BERLIN (2006) wurden ins New Yorker Museum of Modern Art eingeladen. Fischer war 25 Jahre lang als Programmer für das Filmfest München tätig und arbeitet seit 2002 als Consulting Producer für The Criterion Collection und andere renommierte DVD-Label. Im Dezember 2016 wurde er für seine Verdienste um die französische Kultur zum Officier de l’Ordre national du Mérite ernannt.

Uwe Janson, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, am 6. November 1959 in Königswinter geboren, genoss eine humanistische Schulausbildung; 1981 verweigerte er den Kriegsdienst an der Waffe, es folgte eine Tätigkeit als Sozialarbeiter in der Altenpflege. Anschließend machte er eine Ausbildung zum Fotografen, deren Erfolg unter anderem Ausstellungen seiner fotografischen Arbeiten in Stockholm, Köln, Madrid und Bordeaux belegten. Anschließend absolvierte er ein Studium der Soziologie, Philosophie und Germanistik in Heidelberg. Seine Bewerbung an der Hochschule für Fernsehen und Film München 1987 war zunächst erfolglos, trotzdem entstand 1987 sein erster eigener Kurzfilm. Es folgten Regieassistenzen bei Nico Hofmann und Horst Königstein.

Gleichzeitig bildete er sich zwischen 1987 und 1990 in zahlreichen Drehbuchseminaren im Ausbildungsprogramm der FEMI und des European Script Funds, unter anderen bei Frank Daniel, weiter. Uwe Janson war Mitinitiator des unabhängigen Filmverleihs Konterbande.

1989 drehte Uwe Janson (auch Drehbuch) seinen ersten Kinofilm Verfolgte Wege, der mit vielen nationalen und internationalen Preisen bedacht wurde.

1991 folgte Business with friends für das British Film Institute und das BBC-Fernsehen.

Seit 1992 dreht Uwe Janson Kino- und Fernsehproduktionen als Regisseur, Autor und Produzent – darunter zahlreiche Produktionen in Südafrika, Australien, Hongkong, Vietnam, Thailand, USA, Mexiko und Guatemala. Bei der Filmakademie Baden-Württemberg und der DFFB erhielt er wiederholt Lehraufträge.

Uwe Janson ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.

(Quelle: Wikipedia, weitere Informationen unter https://uwejanson.de/)

Über das Festival:

Ein Festival wie kein anderes. Mit über 100.000 Besuchern in einer temporären Zeltlandschaft am Rhein. Ein Festival für die Kunst des Kinos und seinen Erfahrungsreichtum des Filmerlebens. Ein Ort der Begegnung von Publikum, Stars und Branche. Ein Filmfestival der neuen Art – seit 2005 auf der Parkinsel Ludwigshafen am Rhein.

Der „Goldene Nils“ des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS geht an den Film „Rocca verändert die Welt“ von Regisseurin Katja Benrath

Der Filmkunstpreis 2019 des 15. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht an „Sag Du es mir“, Regie & Buch: Michael Fetter Nathansky

Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein endet nach 19 intensiven Tagen

Preisgala für Julia Koschitz

Preisgala für Bjarne Mädel

Die Inselgespräche 2019

Festivaldirektor Dr. Michael Kötz mit „Pfalzsäule“ ausgezeichnet

Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein ist eröffnet!