Die Preisträger 2019

des 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

FILMKUNSTPREIS

Der Ludwigshafener Filmkunstpreis wird durch eine unabhängige dreiköpfige Fachjury verliehen. In Frage kommen Kinofilme und Mischformen Kino-Fernsehen, aber auch reine Fernsehproduktionen. Entscheidend ist allein die ästhetische Qualität der Filme. Der Preis ist nicht teilbar. Der Preis ist mit 30.000 € dotiert – 10.000 an die Regie, 10.000 € an die Produktion und 10.000 € an den Kinofilmverleih des Preisträgers. Die Preissumme an den Kinofilmverleih ist eine Unterstützung des Festivals für die Präsentation anspruchsvoller Filme im alltäglichen Kino. Dabei ist es egal, ob ein Kinostart des Preisträgerfilms noch bevorsteht oder schon erfolgt ist.

 

Preisträger 2019

Sag Du es mir

Regie & Drehbuch: Michael Fetter Nathansky,
Produktion: Wood Water Film in Koproduktion mit Contando Film
Filmverleih: tba.

Begründung der Jury 

Wir, die Jury, waren begeistert von der generell hohen Qualität der für den LUDWIGSHAFENER FILMKUNSTPREIS 2019 nominierten Filme. Besonders auffallend war die hohe Zahl herausragender erster oder zweiter Regiearbeiten. Die grundsätzliche Entscheidung, uns bei der Suche nach den drei Preisträgern auf diese Gruppe von Filmen zu konzentrieren, um dadurch für uns vor allem den Hauptpreis auch als Förderpreis zu definieren, fiel daher nicht schwer.


Die Jury möchte zwei Filme mit "Ludwigshafener Auszeichnungen" genannten lobenden Erwähnungen würdigen.
Eine Ludwigshafener Auszeichnung geht an den Film ATLAS, Regie: David Nawrath, Buch: David Nawrath und Paul Salisbury.

Nawraths beeindruckendes Regiedebüt ist die mit Thrillerelementen gespickte psychologische Studie eines gebrochenen Mannes, genial verkörpert von Rainer Bock, der durch eine zufällige Begegnung dazu gebracht wird, seine Lethargie aufzugeben und aktiv Verantwortung für frühere Schuld und gegenwärtige Handlungen zu übernehmen.

Eine weitere Ludwigshafener Auszeichnung geht an den Film ES GILT DAS GESPROCHENE WORT, Regie: Ilker Çatak, Buch: Nils Mohl und Ilker Çatak.

Çataks zweiter Spielfilm erzählt von der Scheinehe zwischen einer erfolgreichen deutschen Frau und einem jüngeren Kurden, die beide von den Konsequenzen ihrer Vereinbarung überrascht und verändert werden. Die gesellschaftliche Relevanz und mutige filmische Umsetzung dieses Stoffes liegen auf höchstem Niveau.

Die Jury vergibt den mit 30.000 Euro dotierten Ludwigshafener Kunstfilmpreis 2019 an den Film SAG DU ES MIR, Regie und Buch: Michael Fetter Nathansky. 10.000 Euro gehen an die Regie, 10.000 Euro an die Produktion und 10.000 Euro an den Verleih.

Hinter dem etwas rätselhaften Titel dieses Erstlingswerks verbirgt sich eine raffiniert aus unterschiedlichen Perspektiven erzählte, im Plattenbaumilieu der Potsdamer Havelbucht spielende Alltagsgeschichte, die es schafft, den Zuschauer auf ebenso intelligente wie vergnügliche Weise zum Komplizen in einem filmischen Vexierspiel zu machen. Michael Fetter Nathanskys formal erfindungsreiche Umsetzung seines präzise strukturierten Drehbuchs, Leander Otts atmosphärische Kamera und die große schauspielerische Leistung von Marc Ben Puch und ganz besonders von Gisa Flake und Christina Große als starkes Schwesternpaar verbinden sich zu einer Reflexion über die trügerische Eindeutigkeit von Realität und die manifeste Magie des Kinos.

Ludwigshafen, 7. September 2019

Katharina Dufner Robert Fischer Uwe Janson

Lobende Erwähnungen

Atlas“, Regie: David Nawrath, Drehbuch gemeinsam mit Paul Salisbury
Es gilt das gesprochene Wort“, Regie: Ilker Çatak, Drehbuch gemeinsam mit Nils Mohl

Rheingold - Publikumspreis

des 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Der Publikumspreis „Rheingold“

Der „Rheingold“ wird als Ludwigshafener Publikumspreis verliehen. Der Preis ist gleichwertig und in gleicher Höhe dotiert wie der Filmkunstpreis des Festivals. In diesem Wettbewerb laufen alle neuen Filme des Programms. Der Preis ist nicht teilbar. Der Preis ist mit 30.000 € dotiert – 10.000 an die Regie, 10.000 € an die Produktion und 10.000 € an den Kinofilmverleih des Preisträgers.

 

Preisträger 2019

Crescendo

Regie: Dror Zahavi, Drehbuch gemeinsam mit Johannes Rotter
Produktion: CCC Filmkunst, Alice Brauner, in Koproduktion mit ServusTV, MZ-film, Filmvergnuegen, AVE Publishing und Niama Film
Verleih: Camino Filmverleih

Medienkulturpreis

des 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

MEDIENKULTURPREIS

Der Medienkulturpreis geht an einen Fernsehfilm, der eine cineastisch besonders gelungene „Kino-Qualität“ hat. Den Preis erhält die verantwortliche Redaktion der Fernsehanstalt, er ist undotiert.

 

Preisträger 2019

„Und wer nimmt den Hund?“, inszeniert von Rainer Kaufmann, geschrieben von Martin Rauhaus, produziert von der Hamburger Relevant Film, redaktionell betreut von Stefan Kruppa und Nadine Becker von der ARD Degeto.

„Im Schatten der Angst“, inszeniert von Till Endemann, geschrieben von Rebekka Reuber und Marie-Therese Till, produziert von der Münchner Tivoli Film und der Mona Film, redaktionell begleitet von Solveig Cornelisen vom ZDF und von Nina Fehrmann-Trautz vom ORF.