AUF DÜNNEM EIS

Eine Frau mit Mitleid trifft einen Obdachlosen, der sich aufgegeben hat – und kämpft.

Mit Julia Koschitz, Carlo Ljubek,
Markus Gertken, Hans Klima

AUF DÜNNEM EIS

Nominiert für den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: ZDF / Stephanie Kulbach

Wieweit kann Hilfsbereitschaft gehen? Ira, eine junge Frau mit Kind, die selbst prekär als Hilfsköchin tätig ist, die sich gerade getrennt hat und sich vom Leben stets leicht überfordert fühlt, fährt im Parkhaus einen Obdachlosen an. Er ist nur leicht verletzt, aber sie bringt ihn ins Krankenhaus. Doch die Hilfe hat Folgen. Immer wieder taucht der Mann auf und bestimmt mehr und mehr ihr Leben. Sie lässt Konrad bei sich übernachten, leiht ihm Kleidung, verhilft ihm zu einem Ausweis und einem Job. Doch am Ende muss sie tragischerweise einsehen, dass sie ihm nicht wirklich helfen konnte. Weil er sich nicht selbst aus dem Sumpf ziehen wollte. Keine Liebesgeschichte, eher ein atmosphärisch sehr dichtes realistisches Sozial-Melodram mit einer grandiosen Schauspielerleistung unserer Preisträgerin von 2019 Julia Koschitz und mit einer tollen Bildgestaltung. Zwischen Mitgefühl und gesundem Egoismus muss Ira auch ihren eigenen Weg finden, um zu einem glücklichen und tatsächlich selbst bestimmten Leben zu finden. Denn nicht nur in der Nächstenliebe auch bei der Selbstverwirklichung bewegt man sich „auf dünnem Eis“. (JS/MK)

Zeltkino A
So 05. Sept. 14:15 Uhr
Zeltkino B
Fr 03. Sept. 19:45 Uhr
Freiluftkino A
Fr 03. Sept. 19:45 Uhr
Sa 04. Sept. 22:00 Uhr

ab 12 Jahre
90 Min.

Regie: Sabine Bernardi
Buch: Silke Zertz
Länge: 90 Min.
Kamera: Bernhard Keller
Schnitt: Renata Salazar Ivancan
Musik: Dürbeck & Dohmen, René Dohmen
Ton: Andreas Walther
Produzentin: Beatrice Kramm
Redaktion: Pit Rampelt (ZDF). Unter den Linden 36-38 . 10117 Berlin .
Produktion: Polyphon Film und Fernsehgesellschaft mbH . Beatrice Kramm . Nestorstraße 8/9 . 10709 Berlin . Tel.: 030 680 861 555 . windelboot@polyphon.de . www.polyphon.de .

Die Regisseurin Manele Labidi (c)VivianaMorizet.jpg

Sabine Bernadi (*1974, München) schloss 2005 ihr Filmregie-Studium an der internationalen Filmschule Köln ab, schon vorher hat sie bei diversen Produktionen als Regieassistenz mitgewirkt. Seit 2005 ist sie als Regisseurin und Drehbuchautorin tätig und hat neben Filmen auch einige Serien inszeniert. Für die Serie „Club der roten Bänder“ wurde sie 2017 unter anderem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Foto: Sabine Bernardi