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Birds of Passage – Das grüne Gold der Wayuu

Sie sind mitten im Drogenkrieg der Clans von Kolumbien. Aber eigentlich geht es um die Zerstörung der indigenen Kultur der Wayuu dort, das Drama des Untergangs durch das Geld. Ein faszinierend doppelbödiger Spielfilm.

Spielfilm aus Kolumbien. Koproduktion mit Dänemark, Mexiko und Deutschland. In der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

In den 1970er Jahren gerät eine Familie aus dem Stamm der Wayuu ungewollt aber unerbittlich in den Drogenhandel. In der Wüste von Guajira kommt eine indigene Familie auf den Geschmack von Reichtum und Macht, missachtet die Traditionen, gibt sich so, als stünde sie über allem – verführt von der unstillbaren Nachfrage der NordamerikanerInnen nach Drogen. Im Stil eines Actionthrillers begleiten wir Aufstieg und Fall der Familie und zugleich entdecken wir hinter all der Action um Leben und Tod ein fein gezeichnetes ethnografisches Porträt der alten Kulturen Kolumbiens. Eine äußerst seltsame ästhetische Mischung aus zwei Genres ist dieser Film von Cristina Gallego und Ciro Guerra. Nicht zufällig lief der Film preisgekrönt auf der Quinzaine von Cannes 2018 und dann auf vier weiteren erstklassigen Filmfestivals. Selten kann man so intensiv miterleben, was uns sonst nur als Nachricht von neuerlichen Kämpfen zwischen Drogenclans kalt lässt. Dieser Film ganz bestimmt nicht.  (MK)

Foto: 2018 Ciudad Lunar / Blond Indian / Mateo Contreras

Spielzeiten
Mittwoch, 21. August, 21.30 Uhr, Festivalkino III
Freitag, 23. August, 21.15 Uhr, Festivalkino I
Samstag, 24. August, 12.30 Uhr, Festivalkino I

Cristina Gallego und Ciro Guerra führen bei „Birds of Passage“ (2018) erstmals gemeinsam Regie, obwohl sie 2001 bereits ihre gemeinsame Produktionsfirma Ciudad Lunar gründeten. Gallego wuchs in Bogotá auf und absolvierte die Filmschule an der Universidad Nacional de Colombia sowie ein Marketing-Studium. Sie produzierte mehrere international ausgezeichnete Filme, bevor sie erstmals selbst Regie führte. Guerra wurde in Río de Oro in Kolumbien geboren und studierte Kino und Fernsehen an der Universidad Nacional de Colombia. Nach mehreren Kurzfilmen realisierte er seinen Debütfilm „La sombra del caminante“ (2004), der mit 15 internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.

Regie: Ciro Guerra, Cristina Gallego / Buch: Maria Camila Arias, Jacques Toulemonde

Länge: 125 Min. / Kamera: David Gallego / Schnitt: Miguel Schverdfinger

Musik: Leonardo Heiblum / Ton: Carlos García

Produzentinnen: Katrin Pors, Cristina Gallego

Ko-ProduzentInnen: Jean Christophe Simon, Nicolás Celis, Sebastián Celis,

Sandino Saravia Vinay, Mikkel Jersin, Eva Jakobsen, Carlos E. García,

Maria Ekerhovd, Jamal Zeinal Zade, Dan Wechsler

Produktion: Ciudad Lunar (COL), Blond Indian Films (COL), Pimienta Films (MEX),

Films Boutique (D), Snowglobe (DK)

Verleih: MFA+ FilmDistribution e.K. FilmDistribution e.K. Bismarckplatz 9

93047 Regensburg . Tel.: 0941 586 24 62 . info@mfa-film.de . www.mfa-film.de

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