CONTRA


Nominiert für den Rheingold Publikumspreis 2022

Präzise und siegessicher, müssen Sie sprechen, sagt der Professor und schult sie in der Kunst der Rede. Bis sie am Ende umgekehrt ihren Professor rettet. Einer der besten Filme des Jahres!

— Komödie stilbewusst —

CONTRA

Foto: Constantin Film

Mit Nilam Farooq, Christoph Maria Herbst,
Hassan Akkouch,
Ernst Stötzner,
Meriam Abbas,
Mohamed Issa,
Stefan Gorski,
Lieke Hoppet

Voller Hörsaal. Eine kommt zu spät, eine junge Studentin mit Migrationshintergrund. Der Herr Professor stellt sie zur Rede, Naima Hamid bleibt standhaft. Prof. Dr. Richard Pohl glänzt rhetorisch in höchstem Sarkasmus, aber er verhaut sich, gerät in Schwierigkeiten, weil er sie rassistisch diskriminiert. Einziger Ausweg: Tätige Reue. Er muss zum Ausgleich ihr Mentor werden, sagt die Direktion, ausgerechnet. Widerwillig schult er sie in Rhetorik, in der alten Kunst, mit gedrechselter Sprachgewalt scheinbar immer Recht zu haben. Aber was sie da lernt, passt so gar nicht zu ihrem Lebensalltag als Immigrantin, wo der Bruder und seine Clique so ganz anders drauf sind, sogar verhaftet werden wegen illegalem Waffenbesitz. „Wenn´s dich übertrieben weiterbringt mit dem Studium“, sagt der zu seiner Schwester, die kulturell zwischen den Stühlen sitzt. Aber ihr Einzug ins akademische Bürgertum wird so gut gelingen wie dereinst in „My Fair Lady“ von 1964. Nur ganz anders. Angemeldet zu einem nationalen Debattierwettbewerb, glänzt die Studentin schon in der Vorrunde in Heidelberg. Aber was sie dann hinlegt, und zwar um nunmehr ihren Professor zu retten, das ist wirklich meisterhaft (im Drehbuch geschrieben). Das Finale ist zum Weinen gut. Was für ein besonderer Film! (MK)

Mit der GRETA-APP können Sie diesen Film barrierefrei erleben. Weitere Informationen finden Sie unter www.gretaundstarks.de

Mo 29. Aug. 20.45 Uhr Zeltkino B
Sa 03. Sept. 15.00 Uhr Zeltkino A
So 04. Sept. 16.00 Uhr Freiluftkino
Sa 10. Sept. 14.00 Uhr Zeltkino B

FSK: ab 12 Jahre
103 Min.

Sönke Wortmann (*1959, Marl) studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Mit seinem Film „Der bewegte Mann“ (1994), einem der erfolgreichsten deutschen Filme der 1990er Jahre, gewann er den Deutschen Filmpreis für die Beste Regie. Neben seinen Verfilmungen von Bestsellern inszenierte er unter anderem die erste Staffel der international erfolgreichen Fernsehserie „Charité“ (2017), führt aber ebenso regelmäßig am Theater Regie. Zuletzt wurde 2019 sein Film „Der Vorname“ auf der Parkinsel gezeigt.

Regie: Sönke Wortmann
Buch: Doron Wisotzky
Länge: 103 Min.
Kamera: Holly Fink
Schnitt: Martin Wolf
Musik: Martin Todsharow
Ton: Sylvain Rémy
Produzenten: Christoph Müller, Tom Spieß
Co-Produktion: Stefan Gärtner
Produktion: Constantin Film Produktion GmbH . Feillitzstraße 6 . 80802 München . Tel.: 089 444 460 0 . zentrale@constantin.film . www.constantin-film.de
Verleih: Constantin Film Verleih GmbH . Feillitzstraße 6 . 80802 München . Tel.: 089 444 460 0 . zentrale@constantin.film . www.constantin-film.de