Der Polizist und das Mädchen

Kein Krimi zum Mitraten, wer der Täter war. Vielmehr ein tiefgehendes psychologisches Porträt des so-genannten Täters, der die Heimat seines Lebens nicht verlieren will.

Mit Albrecht Schuch, Friedrich von Thun, Günther Maria Halmer, Aylin Tezel

Wenn jeder jeden kennt und alle sich beim Handball treffen, wie soll man dann einen Täter finden, der sich mit einigem Geschick in der Community versteckt. Und wenn es auch noch der Dorfpolizist ist, dem nun wirklich alle vertrauen? Polizist Martin hat sturzbetrunken die Tochter seines besten Freundes Frank überfahren. Das verräterische Auto mit all seinen Blechschäden ist schnell versteckt. Doch wesentlich schwieriger ist es, sich nicht selbst zu verraten. Denn der „gute Polizist“ ist sich ja seiner Schuld bewusst, wenn Frank mal wieder den Röhrenfernseher seines Vaters wider aller Vernunft repariert, oder wenn alle im Dorf zusammensitzen und palavern. Täter Martin treibt seine böse Tat auch deswegen um, weil sein Geständnis das mühsam aufrechterhaltene friedliche Miteinander allgemein gefährden würde. So muss der Polizist unablässig von sich ablenken, Argumente umdeuten, Nähe vermeiden und dabei locker bleiben. Währenddessen verstrickt er sich immer mehr in Widersprüche. Und die Tat will ans Licht. Laut pocht das Herz des Opfers im immer nervöser werdenden Martin – fast wie das Herz unter der Bodendiele in „Das verräterische Herz“ von Edgar Allan Poe. Ein Psychogramm vom Fluch der bösen Tat. (JS)

Spielzeiten:

Freitag, 31. August 2018, 17:00 Uhr, Festivalkino II

Samstag, 01. September 2018, 21:15 Uhr, Festivalkino II

Montag, 03. September 2018, 17:00 Uhr, Festivalkino II

Dienstag, 04. September 2018, 22:00 Uhr, Festivalkino I

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Rainer Kaufmann, Regie, hat sich bereits durch zahlreiche Kinofilme und Fernsehspiele einen Namen als Regisseur gemacht. Sein Film „Blaubeerblau“ (2011) wurde bereits auf dem 8. Festivals des deutschen Films mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Neben „Der Polizist und das Mädchen“ ist dieses Jahr auch sein Auftaktfilm für die neue Krimi-Reihe „Schwartz & Schwartz“ bei uns zu sehen.

Regie: Rainer Kaufmann / Buch: Frédéric Hambalek / Länge: 88 Min.

Kamera: Armin Golisano / Schnitt: Mona Bräuer

Musik: Richard Ruzicka / Ton: Gunnar Voigt

ProduzentIn: Gabriela Sperl, Sophie von Uslar, Quirin Berg, Max Wiedemann

Redaktion: Caroline von Senden, Alexandra Staib (ZDF)

Produktion: Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. KG

Akademiestrasse 7 . 80799 München

Tel.: 089 452 323 70 . info@w-b.film.com . www.w-b-television.de

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