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Die Guten und die Bösen (Tatort)

Ist das ein Krimi, wenn die Kommissare und der Verdächtige erstmal gemeinsam eine Party feiern – und zwar unter Plastikplanen, weil auch die Dienststelle eine einzige Baustelle ist? Und Hannelore Elsner (in ihrer letzten Rolle) kann dabei die Finger von ihrem letzten Fall nicht lassen …

Mit Margarita Broich, Wolfram Koch, Peter Lohmeyer, Hannelore Elsner

Zutiefst surreal ist diese pathologische Geschichte der Kriminalisten, deren Behörde mit Abdeckplanen und Gerüsten zu einer Baustelle geworden ist, in der sie sich kaum orientieren können. Schon die Suche nach alten Akten gestaltete sich aussichtslos, wäre da nicht die pensionierte Kommissarin, die sich im Keller ein provisorisches Büro eingerichtet hat und in Erinnerungen schwelgt – Hannelore Elsner. Die Kommissare sind eher Gefangene, eingesperrt von einer Wirklichkeit, die sie nicht durchschauen können. Es gibt zwar einen Ermordeten, aber der Hauptverdächtige ist ein ehrenwerter Wachtmeister und guter Freund von ihnen. Man muss schon weit zurück in der Vorgeschichte kramen, um hier eine Spur zu finden. Aber dieser Tatort-Krimi ist ohnehin keiner, sondern eher so etwas wie eine hintergründige Studie über Verbrechen, Schuld und Sühne. Und eine schöne Ironie des Wahns vom „Coaching“ überall ist er auch.  (MK/JS)

Spielzeiten
Donnerstag, 5. September, 21.00 Uhr, Festivalkino II
Freitag, 6. September, 17.00 Uhr, Festivalkino II
Samstag, 7. September, 10.45 Uhr, Festivalkino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

 

Petra K. Wagner (*1958, Lindlar/Nordrhein-Westfalen) studierte Soziologie und Philosophie und war ab 1980 als Filmkritikerin sowie Autorin von Drehbüchern und Kurzgeschichten tätig. Ab 1990 leitete Wagner verschiedene Filmveranstaltungen im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Ihren ersten Kurzfilmen folgte 1990 der Langspielfilm „Staub vor der Sonne“. Letztes Jahr war sie mit ihrem Film „Frankfurt, Dezember 17“ (2018), der mit dem Medienkulturpreis prämiert wurde, zu Gast.

Regie: Petra K. Wagner / Buch: David Ungureit / Länge: 90 Min.

Kamera: Jan Velten / Schnitt: Silke Franken / Musik: Helmut Zerlett

Ton: Christian Mathias

Produzentinnen & Redaktion: Liane Jessen (HR), Erin Högerle (HR),

Birgit Titze (ARD Degeto)

Produktion: Hessischer Rundfunk (HR) . Betramstraße 8 . 60320 Frankfurt

Ansprechpartnerin: Dunja Guastella

Tel.: 069 155 8755 . dunja.guastella@hr.de  . www.hr.de

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