DIE LUFT, DIE WIR ATMEN

Ein Besuch im Altersheim, bei dem man nicht mehr wegkommt – eine seltsame Erfahrung.

Mit Katja Studt, Neda Rahmanian, Rainer Bock, Ruth Reinecke, Bernadette Heerwagen, Gerd Wameling, Katharina Nesytowa, Barbara Philipp, Thomas Loibl, Patrycia Ziolkowska

DIE LUFT, DIE WIR ATMEN

Nominiert für den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: HR / Bettina Schmidt

Ein klirrend-kalter Tag im Winter. Im Altersheim herrscht Besucherandrang. Und dann schlägt das Wetter um und es gibt lebensgefährliches Blitzeis auf den Straßen. Über Nacht stecken alle fest. Aus zeitlich begrenzten Aufenthalten wird eine Notgemeinschaft wie auf einer Theaterbühne, auf der die Ausgänge plötzlich verriegelt worden sind. Erst am nächsten Morgen wird das Leben weitergehen. In dieser Nacht aber bilden sich überraschende Allianzen und Konflikte, die längst ausgestanden schienen, brechen erneut auf. Eine neue Chance für die Überlegung: Worauf kommt es eigentlich an? Die angereisten „Außenkontakte“ schärfen die innere Dynamik des Lebens im Heim. Überhaupt verschwimmen erwartete Gegensätze zu einer Folie für das menschliche, allzu menschliche Theater der großen Gefühle und der kleinen Alltäglichkeiten. „Weiter geht’s?“, fragt die Heimleiterin am Ende ihre Mitarbeiterin und die antwortet: „Weiter geht’s.“ Schließlich gibt es nur eine Luft, die wir alle atmen. Immer wieder – und bis zum Ende. (JS)

Zeltkino A
So 05. Sept. 18:45 Uhr
Di 07. Sept. 14:15 Uhr
Freiluftkino A
Mo 06. Sept. 19:45 Uhr
Mi 08. Sept. 15:00 Uhr
Freiluftkino B
Fr 10. Sept. 22:00 Uhr

ab 12 Jahre
90 Min.

Regie: Martin Enlen
Buch: Julia C. Kaiser
Länge: 90 Min.
Kamera: Philipp Timme
Schnitt: Stefan Kraushaar
Musik: Dieter Schleip
Ton: Majid Sarafi
Produzenten: Hessischer Rundfunk
Redaktion: Erin Högerle (HR)
Produktion: Hessischer Rundfunk . Bertramstraße 8 . 60320 Frankfurt . Tel.: 069 155 8755 . dunja.guastella@hr.de . www.hr.de

Die Regisseurin Manele Labidi (c)VivianaMorizet.jpg

Martin Enlen (*1960, Frankfurt a.M.) absolvierte sein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München. Seither realisierte er viele Fernsehproduktionen, darunter auch einige Tatorte und Filme aus der „Wilsberg-“ und der „Bella Block“-Reihe. Beim Festival des deutschen Films gewann er schon zweimal den Publikumspreis: 2015 mit „Über den Tag hinaus“ und 2017 mit „Ich war eine glückliche Frau“.