EIN LEBEN LANG

Herbststimmung in jeder Hinsicht. Noch ein letztes Mal ist das Ehepaar in seinem Haus am See. Noch ein letztes Mal wird der Schlagerstar auf eine Bühne gehen. Wenn er auch den Text dabei vergisst. So wie alles andere. Nur das Gefühl fürs Leben, das hat er nicht vergessen.

Mit Henry Hübchen, Corinna Kirchhoff, Eugen Knecht

EIN LEBEN LANG

Nominiert für den Filmkunstpreis und den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: Flare Film / Nadja Klier

Wie sich das anfühlen mag, wenn dem Kopf die vertraute Systematik abhanden kommt und alle Erinnerungen an Personen und Gefühle sich verwirren? Und wie ist das für die Angehörigen? Zum letzten Mal fährt Elsa mit ihrem demenzkranken Mann Arthur zu ihrem kleinen Seegrundstück in Brandenburg. Sie will entrümpeln. Denn bald kommt die Maklerin und für das erlöste Geld soll Arthur in ein Pflegeheim. Noch immer liebt sie ihn, dabei hat er sie vor Jahren wegen einer anderen verlassen. Vielleicht, weil sie ihn so beherrschen wollte wie jetzt auch? Ein paar Reparaturen am Haus sind notwendig, wofür die beiden den ortsansässigen Gelegenheitsarbeiter Sorin engagieren. Der aber bringt die ganze Abschiedsszenerie durcheinander, wenn nämlich beide Musik machen, wenn es für ihn so ist wie früher, als er auch nie ganz zu bändigen war. Musiker eben. Und so schleicht er sich auch aus dem Haus und landet beim Volksfest mit einem Mikro auf der Bühne. Denn das Leben soll so bleiben wie es war, in diesem Haus am See, wo er all seine Lieder geschrieben hat. Henry Hübchen in einer Glanzrolle. (MK/JS)

Zeltkino A
Do 02. Sept. 18:45 Uhr
Zeltkino B
Fr 03. Sept. 17:00 Uhr
Mi 08. Sept. 17:00 Uhr
Freiluftkino A
Di 07. Sept. 20:00 Uhr
Freiluftkino B
Sa 04. Sept. 17:30 Uhr

ab 18 Jahre,
da noch nicht geprüft
89 Min.

Regie: Till Endemann
Buch: Paul Salisbury
Länge: 89 Min.
Kamera: Philipp Sichler
Schnitt: Jens Müller
Musik: Raffael Seyfried und Volker Bertelmann
Ton: Jürgen Göpfert
Produzent*innen: Gabriele Simon und Martin Heisler
Redaktion: Götz Bolten (WDR)
Produktion: FLARE FILM GmbH . Allerstr. 18 . 12049 Berlin . Tel.: 030 762 397 370 . info@flare-film.com . flare-film.com .

Till Endemann (*1976, Hamburg) realisierte während seines Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg erste eigene Filme und ist seither bei diversen Produktionen als Regisseur und Drehbuchautor tätig. Er war bereits zweimal auf dem Festival des deutschen Films zu sehen: 2013 mit „So auf Erden“ und 2019 mit „Im Schatten der Angst“, der mit dem Medienkulturpreis ausgezeichnet wurde.

Foto: Grischa Schmitz