EINE LIEBE SPÄTER

Ein wirklicher Liebesfilm. Ein Film von der großen Liebe, der vergangenen und der zukünftigen. Ein kleines Meisterwerk. Und ein Wärmestrom.

Mit Lucie Heinze, Golo Euler, Miroslav Nemec, Lilly Forgách

EINE LIEBE SPÄTER

Nominiert für den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: ARD Degeto / Walter Wehner

Eine junge Frau (Lucie Heinze) ist zur Witwe geworden. Zwei Jahr nach dem Tod ihres Mannes spricht sie noch immer mit ihm, täglich auf sein Handy. Sie liebt ihn. Und trotz aller Trauer tröstet dies ihre Schwiegereltern, die auf demselben Grundstück gleich nebenan wohnen. Gemeinsam versorgen sie die beiden kleinen Kinder und das Leben scheint so in einem gewissen Lot zu sein, dem Schicksalsschlag zum Trotz. Als aber ein junger Mann auftaucht, dessen Verspieltheit
die attraktive junge Witwe zum Lachen bringt, ein offensichtlicher Frauenheld (Golo Euler), mit dem sie ein Verhältnis eingeht, da bricht der Scheinfriede auseinander. Wie sie so animalisch, so triebhaft sein könne, beschimpft sie der ehemalige Schwiegervater (Miroslav Nemec). Die Zuschauer*innen lächeln über den alten Mann und verstehen ihn doch. Die Zuschauer*innen lächeln auch über diesen Filou, diesen Frauenhelden, der immer den Rucksack griffbereit hat, weil er sich auf keinen Fall binden will und versteht doch, dass der nur nicht erwachsen werden will. Das Drehbuch (Dominique Lorenz) nämlich ist exzellent. Es verwandelt nicht nur die Menschen, sondern macht aus der verlorenen eine neue große Liebesgeschichte. Ein Film wie ein Wärmestrom – und psychologisch so klug wie der angeblich leichtsinnige junge Mann. (MK)

Zeltkino A
So 12. Sept. 18:45 Uhr
Di 14. Sept. 14:15 Uhr
Mi 15. Sept. 16:30 Uhr
Zeltkino B
Mo 13. Sept. 19:15 Uhr
Freiluftkino A
Fr 17. Sept. 19:45 Uhr

ohne Altersbeschränkung
88 Min.

Regie: Michaela Kezele
Buch: Dominique Lorenz
Länge: 88 Min.
Kamera: Holly Fink
Schnitt: Marco Pav D‘Auria
Musik: Martina Eisenreich
Ton: Max Vornehm
Produzentin: Anja Föringer
Redaktion: Katja Kirchen (ARD Degeto) . Am Steinernem Stock 1 . 60320 Frankfurt am Main .
Produktion: hager moss film GmbH . Rambergstrasse 5 . 80799 München . Tel.: 089 206 080 31 . afoeringer@hager-moss.de . info@hager-moss.de . film.hager-moss.de/ .

Die Regisseurin Manele Labidi (c)VivianaMorizet.jpg

Michaela „Mimi“ Kezele (*1975, München) absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Bereits mit ihrem Abschlussfilm „Milan“ (2007) konnte sie internationale Erfolge feiern. 2020 wurde sie für ihre Episode des „The Love Europe Projects“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie 2015 die Europa-Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem vereinten Europa.