Endlich Witwer

Manchen Eheleuten bekommt es gar nicht, wenn sie sich trennen wollen und was Jahrzehnte lang am anderen so genervt hat, das war doch so wichtig, dass man es kaum glauben kann…

Mit Joachim Król, Anneke Kim Sarnau, Friederike Kempter, Dieter Hallervorden

Das wundert ihn doch sehr, sagt er, dass sie ihn verlässt, aber sein Lieblingsessen noch für ihn vorgekocht und eingefroren hat. Das versteht er nicht, wir schon. 38 Jahre war Georg verheiratet und irgendwie glücklich, aber unzufrieden. Jetzt will sie sich scheiden lassen. Aber sie stirbt vor dem Fernseher, als Georg gerade mit einem Schrieb in der Hand hereinkommt, in dem er sich mit einer Scheidung einverstanden erklärt. Die ist nun nicht mehr notwendig, denn „endlich“ als Witwer kann der 60-Jährige sich nun von all den eingespielten Ritualen der Ehe lösen: Er muss keinen Müll mehr wegbringen, seine Liebe zum Fernsehfußball nicht mehr verstecken und kann den Kühlschrank randvoll mit Bierflaschen auffüllen. Die ungeliebten Möbel, Marke „Gelsenkirchener Barock“, wandern gleich in hohem Bogen auf einen Haufen in den Vorgarten. Auf’s Grab seiner Frau legt er, wenig romantisch, einen Fetzen des pflegeleichten Kunstrasens, den seine Firma vertreibt. Der Rest seines Lebens könnte reines Glück sein. Doch dann bringt eine zunächst heftig abgelehnte Haushaltshilfe alles wieder durcheinander. Oder doch alles wieder ins rechte Lot? Eine skurrile Komödie über das Älterwerden und darüber, dass das, was uns als erstes in den Kopf kommt, vielleicht gar nicht unsere echten Sehnsüchte sind. (MK)

Spielzeiten:

Sonntag, 26. August 2018, 18:00 Uhr, Festivalkino I

Montag, 27. August 2018, 19:00 Uhr, Festivalkino II

Dienstag, 28. August 2018, 15:00 Uhr, Festivalkino II

Dienstag, 04. September 2018, 15:00 Uhr, Festivalkino II

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Pia Strietmann, Regie, sammelte erste praktische Erfahrungen als Kamera- und Regieassistentin. Mit dem Episodenfilm „Neun“ (2005), den sie zusammen mit acht KommilitonInnen umsetzte, war die Absolventin der HFF München erstmals Teil des Ludwigshafener Festivalprogramms. Zuletzt machte die Regisseurin mit der Serie „Blaumacher“ (2016/17) auf sich aufmerksam, die für den Deutschen Fernsehpreis 2018 nominiert wurde.

Regie: Pia Strietmann / Buch: Martin Rauhaus / Länge: 89 Min.

Kamera: Florian Emmerich / Schnitt: Sandy Saffeels

Musik: Martina Eisenreich / Ton: Uwe Griem

Produzentin: Doris Zander

Redaktion: Pit Rampelt (ZDF)

Produktion: Bavaria Fiction GmbH . Monbijouplatz 5 . 10178 Berlin

Tel: 030 390 710 42 . info@bavaria-fiction.de

Das 14. FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht nach 19 Tagen mit jetzt 115.000 Besuchern zu Ende

Der „Goldene Nils“ des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS geht an den Film „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Dennis Gansel

Der Filmkunstpreis 2018 des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht an „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann

Hans Weingartner mit „Regiepreis Ludwigshafen“ ausgezeichnet

Preisgala für Iris Berben

Das 14. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein ist eröffnet:

Die Jury des 14. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein

Die Gäste des 14. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein