Félicité

Félicité am Mikrofon und das singende Afrika von Kinshasa – ein wunderbares Ja zum Leben trotz allen Elends. 

Mit Véro Tshanda Beya, Gaetan Claudia, Papi Mpaka

Eine Koproduktion Frankreich-Senegal-Belgien-Deutschland. In Französisch und Lingála. Mit deutschen Untertiteln.

Da steht sie am Mikrofon in der Bar und singt. Und wir tauchen ein, virtuos geschnitten und fotografiert, in das singende Afrika von Kinshasa. Nein, es ist keine Idylle. In Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, lebt Félicité mit ihrem Sohn. Als Sängerin in einer Bar ist sie nicht gerade wohlhabend. Als ihr Sohn bei einem Unfall schwer verletzt wird, sucht sie Hilfe. Sonst könnte sie dessen Operation nicht bezahlen. Sie sucht den Vater des Jungen auf. Ohne Erfolg wendet sie sich an Nachbarn und alle, die sie kennt.

Aber ihre Notlage deprimiert sie keineswegs. Félicité ist frei und unabhängig. Wenn sie singt, betreten sie und wir eine andere, glücklichere Welt. Félicités Suche nach dem Geld ist zwar eine Reise mit Höhen und mit Tiefen, bei der sie uns durch die kongolesische Gesellschaft führt, in der wild und quirlig großer Reichtum und ungeheure Armut gleich nebeneinander existieren. Aber wie ein Chorgesang des Lebens sorgt die allgegenwärtige Musikalität der Stadt für ein wunderbares Ja zum Leben. Mit einer derartigen Sympathie und Verständnis dringt selten ein Film in das Leben in Afrika ein. Es ist der Rausch der Musik, der für das Glück in dieser Geschichte sorgt. (MK/JS)

Gewinner des Silbernen Bären Berlin 2017.

Spielzeiten:

Mittwoch, 22. August 2018, 19:30 Uhr, Festivalkino III

Freitag, 31. August 2018, 22:30 Uhr, Festivalkino III

Dienstag, 04. September 2018, 20:00 Uhr, Festivalkino III

Mittwoch, 05. September 2018, 18:00 Uhr, Festivalkino III

FSK: ab 6 Jahre

Alain Gomis, Regie & Buch, studierte Kunstgeschichte und Film an der Pariser Sorbonne. Die Filme des Regisseurs mit französisch-senegalesischen Wurzeln fanden Zuspruch auf renommierten Festivals: Sein Spielfilmdebüt „L’Afrance“ (2002) wurde in Locarno mit dem Silbernen Leoparden prämiert. „Ajourd’hui“ (2012) lief im Wettbewerb der Berlinale, ebenso „Félicité“, der ihm 2017 den Großen Preis der Jury einbrachte.

Regie & Buch: Alain Gomis / Länge: 123 Min.

Kamera: Céline Bozon / Schnitt: Fabrice Rouaud

Musik: The Kasaï Allstars & Kinshasa Symphony Orchestra

Ton: Benoit De Clerck

Produzent: Arnaud Dommerc, Alain Gomis, Oumar Sall

Produktion: andolfi (FR)

Granit Films (FR)

Verleih: Grandfilm GmbH

Muggenhofer Straße 132d, Bau 74 . 90429 Nürnberg

Tel.: 0911 810 066 71 . verleih@grandfilm.de . www.grandfilm.de

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