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Frau Stern

„Ich will sterben!“, sagt Frau Stern gleich zu Beginn des Films. Doch jeder Versuch dazu bringt ihr und uns den Wert des Lebens wieder näher. Ein Film eher über das Leben als über den Tod. Ein Film mit Witz und naturgemäß tieferer Bedeutung.

Mit Ahuva Sommerfeld, Kara Schröder, Nirit Sommerfeld, Robert Schupp, Murat Seven

Was ist, wenn man keine Angst mehr vor dem Tod hat? Frau Stern ist 90 und außerdem hat sie den Holocaust überlebt. Nun hat das Leben ihr nichts mehr zu bieten, findet sie. Sie will sterben. Alle versuchen, es ihr auszureden und es erweist sich seltsamerweise als gar nicht so einfach, einfach zu sterben. Wo bekommt sie zum Beispiel eine Waffe her? Viele Episoden dieser filmischen Versuchsanordnung bewegen sich zwischen Komik und philosophischem Diskurs. Immer aber geht es um das Tabuthema Tod, das auch zu den grotesken Situationen führt. Warum wollen wir überhaupt leben? Und was hat Gott damit zu tun? Ist der nicht ohnehin längst tot? Der Film spürt konsequent das besonders Kluge im Naiven auf und entwickelt sogar mit „Sterns Stunde“ ein neues Talkshowformat zum Thema. Parallel dazu führt uns die umtriebige junge Enkelin von Frau Stern vor, wie schön gedankenlos man auch die Zeit einfach „totschlagen“ kann und dabei trotzdem vollkommen lebenswert existiert. (JS/MK)

Foto: Neue Visionen Filmverleih

Spielzeiten
Freitag, 23. August, 17.00 Uhr, Festivalkino I
Samstag, 24. August, 19.00 Uhr, Festivalkino III
Montag, 26. August, 15.00 Uhr, Festivalkino I

FSK: ab 12 Jahre

Anatol Schuster (*1985, Darmstadt) studierte Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Bereits während dieser Zeit realisierte er zahlreiche experimentelle Kurzfilme. Mit seinem Abschlussfilm „Luft“ (2017), mit dem er vor zwei Jahren bei uns auf der Parkinsel zu Gast war, gelang ihm sein Kinodebüt. In diesem Jahr präsentieren wir sein aktuelles Werk, die No-Budget-Tragikomödie „Frau Stern“ (2019), bei dem er sich – wie bei all seinen Filmen – auch als Autor bewährte.

Regie & Buch: Anatol Schuster / Länge: 79 Min.

Kamera: Adrian Campean / Schnitt: Sarah Marie Franke, Anatol Schuster

Musik: Konstantin Schimanowski, Orchester Shlomo Geistreich

Ton: Thorsten Hoppe

Produzenten: Adrian Campean, Anatol Schuster

Produktion: A + A Produktion Anatol Schuster & Adrian Campean GbR

mail@anatolschuster.de

Verleih: Neue Visionen Filmverleih GmbH . Schliemannstraße 5 . 10437 Berlin

Tel.: 030 440 088 44 . info@neuevisionen.de . www.neuevisionen.de

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