IMMER DER NASE NACH

Tanja will sich neu erfinden. Sie ist in dem Alter dazu. Aber das ist schwierig. Oder kann man den Sinn des Lebens vielleicht auch einatmen? Mit unserer diesjährigen Preisträgerin Claudia Michelsen.

Mit Claudia Michelsen, Corinna Harfouch, Lena Klenke, Banafshe Hourmazdi, Angela Winkler

IMMER DER NASE NACH

Nominiert für den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: ZDF / Volker Roloff

Mit einer Riesennase aus Pappmaché zieht Tanja herum. Sie ist das Markenzeichen der 51-Jährigen, die sich als Schaufensterdekorateurin unbedingt neu erfinden will. Doch nicht einmal die Apotheke, für deren Schnupfenmittel die Nase werben sollte, will sie haben. So setzt sie alle Hoffnung auf einen aufwendigen „Pitch“ für die Gestaltung eines neuen, angesagten „Concept-Stores“, obwohl sie mit den zutiefst digitalen Gepflogenheiten ihrer neuen Aufgabe heftig überfordert ist. Bei all dem Trubel ihres wuseligen Alltags übersieht sie geflissentlich die Probleme ihrer besten Freundin Imke, für die sie eigentlich da sein will – und auch für die eigene Tochter kann sie nicht wirklich sorgen. Vor allem aber das plötzliche Interesse eines sehr viel jüngeren, etwas schrägen „Schrottanglers“ kann sie nicht so recht einordnen. Es irritiert sie dabei, „immer der Nase nach“ zu handeln. Eine schöne, kleine Alltagskomödie vom sich selbst (Wieder)Finden und vom schlicht stets nötigen Vertrauen in den allernächsten Schritt. Ach, und dass ihre Mutter Ellen überhaupt nicht krank ist und stattdessen eine Weltreise plant, das hat sie auch nicht mitbekommen. (JS)

Zeltkino A
Fr 10. Sept. 20:00 Uhr
Mo 13. Sept. 14:00 Uhr
Zeltkino B
Fr 10. Sept. 20:00 Uhr
Freiluftkino A
Fr 10. Sept. 22:00 Uhr

ab 12 Jahre
90 Min.

Regie & Buch: Kerstin Polte
Länge: 90 Min.
Kamera: Katharina Bühler
Schnitt: Julia Wiedwald
Musik: Hannes Gwisdeck, Marco Meister, Robert Meister
Ton: Claudia Mattai del Moro
Produzentin: Katrin Haase und Karl-Eberhard Schäfer
Redaktion: Beate Bramstedt (ZDF)
Produktion: U5 Filmproduktion GmbH & Co. KG . Hanauer Landstr. 52 . 60314 Frankfurt a.M.
Tel.: 0331 721 30 50 . haase@u5-filmproduktion.de
Verleih: ZDF.enterprise

Die Regisseurin Manele Labidi (c)VivianaMorizet.jpg

Kerstin Polte (*1975, Wiesbaden) absolvierte ihre Filmausbildung in Karlsruhe, Zürich und Quebec. Seitdem realisierte sie zahlreiche Produktionen für Kino und Fernsehen und gründete 2015 die Produktionsfirma „Serienwerk“. 2018 eröffnete sie das Festival des deutschen Films mit ihrem ersten abendfüllenden Film „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden?“ und erhielt für diesen eine besondere Auszeichnung der Jury.