KEIN EINFACHER MORD

Ein Krimi – aber eigentlich ein Beziehungsdrama. Denn die Tat schweißt zwei zusammen, die sich eigentlich trennen sollten. Oder ändert das gemeinsame Drama auch ihr Verhältnis?

Mit Laura Tonke, Felix Klare, Barbara Philipp, Bernd-Christian Althoff, Sebastian Becker, Charlotte Bohning

KEIN EINFACHER MORD

Nominiert für den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: Georgis Pauly

Ein Krimi mit eingebautem „Suspense“-Effekt. Das ist ein von Alfred Hitchcock eingeführter Begriff dafür, dass die Spannung im Film nicht durch eine Überraschung entsteht. Im Gegenteil, die Zuschauer*innen wissen stets mehr als manche der Personen im Film. Zum Beispiel wer die Täter*innen in einem Mordfall sind. Nina und ihr Mann haben Viktor, den Hockey-Lehrer ihres Sohnes, erschlagen, als er sich gerade daran machte, die junge Frau zu vergewaltigen. Von nun an leiden wir mit dem Paar, wenn die Kommissarin ihm zu nahe kommt, denn ein paar Indizien haben die beiden natürlich hinterlassen. Es ist ja auch kein heimtückischer, kein geplanter Mord gewesen. So wird das Tatwaffe, die Pokalstatue, bald wieder auftauchen und auch in der Seele der beiden kehrt alles wieder zurück. Mitnichten war ihre Beziehung glücklich. Sie war, im Gegenteil, kurz davor zu zerbrechen. Aber durch die gemeinsame Tat entsteht plötzlich eine neue, nie gekannte Nähe zwischen ihnen. So, als hätte ihre Beziehung plötzlich einen Inhalt bekommen, auch wenn diese Art von Sinn „eigentlich“ gar nicht sein darf. Laura Tonke und Felix Klare sind das Paar – und zwar mit exzellenter Glaubwürdigkeit. (JS/MK)

Zeltkino A
Di 14. Sept. 18:45 Uhr
Sa 18. Sept. 13:45 Uhr
Freiluftkino A
Mi 15. Sept. 22:00 Uhr
So 19. Sept. 17:30 Uhr

ab 12 Jahre
88 Min.

Regie: Sebastian Ko
Buch: Stefan Rogall
Länge: 88’25 Min.
Kamera: Andreas Köhler
Schnitt: Dora Vajda
Musik: Sebastian Fillenberg
Ton: Jörn Martens
Produzentin: Iris Kiefer
Redaktion: Daniela Mussgiller
Produktion: filmpool fiction GmbH, Hohenzollernring 22-24, 50672 Köln
Tel.: 0221/96693731 marco.heyer@filmpool-fiction.de
www.filmpool-fiction.de

Sebastian Ko (*1971, Walsrode) studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln sowie Regie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Nach verschiedensten Jobs im Film- und Hörspielbereich ist er heute fester freier Filmkritiker beim WDR und hat diverse eigene Filmprojekte umgesetzt. Sein preisgekrönter Film „Wir Monster“ (2015) wurde auch beim 11. Festival des deutschen Films gezeigt.