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Die Pandemie als Spielfilm. SciFi mitten aus der Wirklichkeit.

Mit Karoline Marie Reinke,
Anton Spieker, Corbinian Deller,
Sonja Dengler, Ulrike Knospe,
Lisa Charlotte Friederich

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Nominiert für den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: Artkeim² / UCM.ONE

Mit der Pandemie ist etwas Unvorstellbares doch binnen weniger Wochen handfeste Realität geworden. Verblüffend schnell hat die Wirklichkeit hier die Fiktion eines Spielfilms nahezu eingeholt: Die Menschen dürfen nicht mehr so zusammenkommen wie sie wollen und verzweifeln daran. Ein Alptraum. Die Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Lisa Friederich, in Heidelberg aufgewachsen, konnte natürlich auch nicht wissen, wie nah ihr Science-Fiction-Film über Nacht an unseren realen Alltag heranrücken würde. Wir sind in diesem Debütfilm in einer Welt, in der man aus Angst vor Terroranschlägen die Kultur völlig zum Erliegen gebracht hat. Die jungen Erwachsenen trifft das besonders hart (auch wie in Wirklichkeit!). Die Hauptfigur Claire aber ist resistent, begehrt auf und will ihrem Bruder – dem Star-Trompeter – wenigstens ein einziges Konzert ermöglichen. Und so schwelgt auch der Film selber im Verbotenen: in der Musik, die man nur noch unter Lebensgefahr genießen darf. Traumhaft-surreale Szenarien bestimmen diesen ästhetisch virtuos gestalteten Spielfilm. Und natürlich ist alles heillos übertrieben … SciFi eben. Oder doch nicht? (MK)

Zeltkino A
Di 07. Sept. 18:45 Uhr
Fr 10. Sept. 17:15 Uhr
Freiluftkino A
Mi 08. Sept. 22:00 Uhr
Do 09. Sept. 22:00 Uhr

FSK: ab 12 Jahre
83 Min.

Regie & Buch: Lisa Charlotte Friederich
Länge: 83 Min.
Kamera: Iván Robles Mendoza, Tom Keller
Schnitt: Florentine Bruck, Lisa Charlotte Friederich
Musik: Rike Huy, Joosten Ellée
Ton: Ana Monte, Daniel Deboy, Janis Grossmann, Mohammad Sadek,
Philip Wagner
Produzentinnen: Lisa Charlotte Friederich, Rike Huy
Produktion: |li|ke|Filme GbR . Langer Anger 129 . 69115 Heidelberg
live.derfilm@gmail.com
Verleih: UCM.ONE GmbH . Wrangelstraße 79 . 10997 Berlin . Tel: 030 286 506 00
kontakt@ucm.one

Lisa Charlotte Friederich (*1983 Karlsruhe) studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Neben zahlreichen Theaterproduktionen, insbesondere am Theater Lübeck, wirkte Friederich auch in Fernseh- und Kinoproduktionen, unter anderem in Gordian Mauggs „Fritz Lang“ – 2016 im Programm des FddF. Mit „Live“ wechselt Friederich hinter die Kamera, debütiert im Bereich Regie, und betreibt – wie sie sagt – die „aktive Anthropologie“ nun aus anderer Perspektive.