Mackie Messer. Brechts Dreigroschenfilm

Bertold Brecht in Hollywood. Er soll einen richtigen Spielfilm machen. Und Brecht weiß, er ist ein Star – aber nur, wenn er so bleibt wie er ist und wenn er keinen „richtigen Spielfilm“ macht…

Mit Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Robert Stadlober

Wer kennt nicht Brechts „Die Moritat von Mackie Messer“ mit der Musik von Kurt Weill: „Und der Haifisch, der hat Zähne…“. Nach der Uraufführung 1928 war der deutsche Meisterdichter ganz obenauf und beschloss, sich auf eine Verfilmung einzulassen. Später wurde sein scharfes und radikales Drehbuch abgelehnt und Georg Wilhelm Pabst verfilmte 1931 erstmals das Meisterstück nach einem Drehbuch von Béla Balázs und anderen. Brecht wehrte sich juristisch dagegen. Der Film schildert seine Bemühungen, zunächst dieses Projekt ohne Kompromisse zu Stande zu bringen, stets im wortgewaltigen Kampf mit denen in Hollywood. Zugleich sind wir mittendrin in der Dreigroschenoper, mit großem Aufwand und in Starbesetzung. Zwei Welten prallen aufeinander. Bertold Brecht hockt in der Bar, die berühmte Zigarre im Mund, und erklärt allen, wie die Kunst sein muss. Er weiß, dass er ein Star ist und genießt es. Zugleich ist er seine eigene Figur, Mittelpunkt der eigenen Inszenierung. Ein opulenter Film ist hier entstanden, der versucht, auch in der eigenen Form „brechtisch“ zu sein und auf keinen Fall so, wie die in Hollywood sich das von ihm gewünscht haben: sich dumm stellend gegenüber dem Gemachtsein von Kunst. Ein Film zum Eintauchen in die Welt des Bertold Brecht. (MK)

Spielzeiten:

Samstag, 1. September 2018, 19:00 Uhr, Festivalkino II

Mittwoch, 5. September 2018, 21:00 Uhr, Festivalkino II

FSK: ab 6 Jahre

Joachim A. Lang, Regie & Buch, realisierte als Autor und Regisseur bereits zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme, die mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit der Verfilmung von Brechts Epischem Theater, besonders auch der „Dreigroschenoper“. 2013 war sein Film „George“ auf dem 9. Festival des deutschen Films zu sehen.

Regie & Buch: Joachim A. Lang / Länge: 130 Min.

Kamera: David Slama / Schnitt: Alexander Dittner

Musik: Walter Christian Mair, Kurt Schwertsik

Produzenten: Michael Souvignier, Till Derenbach

Produktion: Zeitsprung Pictures

Verleih: Wild Bunch Germany GmbH

Büro München . Holzstraße 30 . 80469 München

Tel.: 089 444 556 644 . office@wildbunch.eu . www.wildbunch-germany.de

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