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Rafiki

Die Kleider sind bunt und lebensfroh und Musik ist allgegenwärtig. Aber die lesbische Abweichung von der Norm, die Ziki und Kena leben, ist entschieden zu viel für die patriarchale Kultur Kenias.

Spielfilm aus Kenia. Koproduktion mit Südafrika, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Norwegen und dem Libanon. In der Originalfassung mit deutschen (und engl.) Untertiteln.

Ziki und Kena sind gute Freundinnen, obwohl ihre Väter Politiker konkurrierender Parteien sind. Als sie entdecken, dass ihre Zuneigung zueinander zu einer Liebesgeschichte wird, zeigt sich ihre Welt in Nairobi als zutiefst patriarchalisch, die Frauen als machtlos und zweitrangig. Was mit dem Vertreiben von angeblichen Dämonen in der Kirche beginnt, hat schon das Potential zur Lynchjustiz. Das Liebespaar ist in echter Gefahr. Zugleich spiegeln sich die Schichtenprobleme Kenias wider. „Warum willst du Krankenschwester werden, wenn du auch Ärztin sein kannst“, fragt Ziki ihre Freundin Kena, deren familiärer Hintergrund ebenso deutlich abweicht wie die beiden Politikerväter verschieden sind: Der eine ungebrochen herrisch, der andere kann auch weinen angesichts der Lage der Tochter. Dies und die sehr sinnliche Inszenierung, in der eben der Liebe der beiden Frauen jener Raum gegeben wird, den die Gesellschaft ihr nicht geben will, macht „Rafiki“ zu einem bemerkenswert gelungenen Film, übrigens der erste Spielfilm aus Kenia, der in Cannes lief.  (MK)

Spielzeiten
Samstag, 24. August, 12.30 Uhr, Festivalkino II
Sonntag, 25. August, 21.15 Uhr, Festivalkino III
Dienstag, 27. August, 19.30 Uhr, Festivalkino III

 FSK: ab 12 Jahre

Wanuri Kahui (*1980, Kenia) absolvierte ihren Master in Film an der University of California in Los Angeles. Ihr erster Spielfilm, „From a Whisper“ (2008) behandelt die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Daressalam und Nairobi im Jahr 1998 und wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet. Ihr zweiter Spielfilm „Rafiki“ (2018) wurde in Kenia aufgrund der Thematik und der Gesetzeslage zur Homosexualität – männliche homosexuelle Beziehungen sind strafbar – zunächst verboten.

Regie: Wanuri Kahiu / Buch: Wanuri Kahiu, Jenna Bass / Länge: 83 Min.

Kamera: Christopher Wessels / Schnitt: Isabelle Dedieu, Ronelle Loots

Ton: Frederic Salles

Produzenten: Steven Markovitz, Tim Headington

Produktion: Big World Cinema . 114 Hout Street, 1st Floor . 8001 Cape Town (SA)

Tel.: +27 (0)21 422 03 30 . info@bigworld.co.za . www.bigworldcinema.com

Shortcut Films (LIBN), Afrobubblegum (K), MPM Film (F), Rinkel Film (NL),

Razor Film Produktion (D), Ape&Bjørn (N)

Verleih: Salzgeber & Co. Medien GmbH . Prinzessinnenstraße 29 . 10969 Berlin

Tel.: 030 285 290 90 . info@salzgeber.de . www.salzgeber.de

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