TATORT: MUROT UND DAS PRINZIP HOFFNUNG

Für den ehemaligen Philosophie-Dozenten, der auf der Straße lebt, gibt es keine Hoffnung mehr. Er überlebt die Nacht nicht. Warum hat er das Werk „Das Prinzip Hoffnung“ von Ernst Bloch in der Hand?

Mit Ulrich Tukur, Karoline Eichhorn, Lars Eidinger, Barbara Philipp, Christian Friedel, Friederike Ott, Angela Winkler, Heinrich Giskes, Lisa Charlotte Friederich

TATORT: MUROT UND DAS PRINZIP HOFFNUNG

Nominiert für den Filmkunstpreis und den Rheingold-Publikumspreis 2021

Foto: HR / Bettina Müller

Murot – das steht für einen Kommissar, der nie über den Dingen steht. Hier ist er sogar selber Schuld am Mordfall, in dem er ermittelt. Aber zunächst lernen wir, dass er im früheren Leben ein Philosoph war, Lieblingsschüler des Philosophie Professors, der jetzt tot vor ihm auf der Straße liegt. Und als solcher kennt er natürlich „Das Prinzip Hoffnung“ von Ernst Bloch in- und auswendig. Was also denkt er, wenn er im Zuge einer Mordserie in Frankfurt, bei der Obdachlose mit Genickschuss quasi hingerichtet werden, beim dritten Opfer ausgerechnet das genannte Buch findet? Denn der Obdachlose war einmal jener gefeierte Professor, bei dem Murot ein- und ausgegangen ist wie ein adoptierter Sohn. Die Familie taucht auf und tatsächlich gibt es doch ein Erbe, dass der Professor vor seinem Ausstieg ins Obdachlosenleben hinterlassen hat. Und eine hasserfüllte Familie, der dieser Murot keineswegs gleichgültig ist. Dafür hat er viel zu viel zu tun mit den Ereignissen, die schließlich zum Mord führten. Wie immer ist Murot beteiligt, wie immer aber unfreiwillig. Ein neues Meisterwerk aus der Schmiede des HR. (JS/MK)

Zeltkino B
So 12. Sept. 19:15 Uhr
Freiluftkino A
So 12. Sept. 22:00 Uhr
Freiluftkino B
Fr 17. Sept. 17:30 Uhr
So 19. Sept. 19:45 Uhr

ab 12 Jahre
90 Min.

Regie: Rainer Kaufmann
Buch: Martin Rauhaus
Länge: 90 Min.
Kamera: Klaus Eichhammer
Schnitt: Stefan Blau
Musik: Stefan Will
Ton: Christian Mathias
Produzenten: Hessischer Rundfunk
Redaktion: Jörg Himstedt (HR)
Produktion: Hessischer Rundfunk . Bertramstraße 8 . 60320 Frankfurt . Tel.: 069 155 8755 . dunja.guastella@hr.de . www.hr.de

Die Regisseurin Manele Labidi (c)VivianaMorizet.jpg

Rainer Kaufmann (*1959, Frankfurt a.M.) ist ein wiederkehrender Gast des Festival des deutschen Films. Sein Filmwerk umfasst mittlerweile rund 40 Filme und Kinofilme, viele davon preisgekrönt. So wurde Kaufmann 2019 auf der Parkinsel auch für seine herausragende Leistung mit dem Regiepreis Ludwigshafen ausgezeichnet. In diesem Jahr ist er erneut mit zwei Filmen vertreten: „Mutter kündigt“ entstand ebenfalls unter seiner Regie.

Foto: Agentur Brandner