>

Und der Zukunft zugewandt

Antonia war im stalinistischen Lager in Workuta. Darf aber nicht darüber reden. In der DDR geht die „Freundschaft“ zur Sowjetunion vor. Ein emotional aufwühlendes Stück Zeitgeschichte.

Mit Alexandra Maria Lara, Stefan Kurt, Karoline Eichhorn, Robert Stadlober, Barbara Schnitzler, Peter Kurth, Hark Bohm

Antonia Berger war im berüchtigten stalinistischen Lager von Workuta, obwohl sie als überzeugte Kommunistin nur vor den Nazis geflohen war. 1952 kommt sie in einem Kompromissverfahren mit der DDR frei. Ihren Mann hatten die Sowjets einfach erschossen und ihr vor die Füße geworfen. Nun wird sie von der deutschen sozialistischen Kreisleitung in allen Ehren empfangen. Man kümmert sich um ihre schwerkranke Tochter. Sie bekommt eine schöne Wohnung, Job und Anerkennung. Doch sie muss eine Schweigevereinbarung über die Vorgänge in der Sowjetunion unterschreiben. Dadurch wird ihr schönes neues Leben, zu dem auch eine Liebesbeziehung zu einem Kinderarzt gehört, vergiftet. Verbrecherisches Verhalten der großen Mutter Sowjetunion? Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Sonst würde das die junge sozialistische deutsche Republik ins Wanken bringen. Aufwühlend porträtiert dieser Film das Schicksal jener, die zum Opfer ihrer eigenen Loyalität wurden und deshalb das Unrecht nicht einmal formulieren durften.  (JS/MK)

Foto: Neue Visionen Filmverleih

Spielzeiten
Samstag, 31. August, 17.00 Uhr, Festivalkino I
Sonntag, 1. September, 21.30 Uhr, Festivalkino I
Montag, 2. September, 16.30 Uhr, Festivalkino II

FSK: ab 12 Jahre

Bernd Böhlich (*1957, Löbau) arbeitete nach dem Abitur zunächst als Regieassistent beim Deutschen Fernsehfunk in Berlin, bevor er sein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf begann. Böhlich wurde bereits mit seinem Diplomfilm „Fronturlaub“ (1982) zu internationalen Festivals eingeladen. Seit seinem Abschluss ist er als Autor und Regisseur tätig und inszenierte zahlreiche Fernsehfilme. Zuletzt war er 2012 mit seinem Film „Bis zum Horizont, dann links!“ (2011) auf dem Festival des deutschen Films vertreten.

Regie & Buch: Bernd Böhlich / Länge: 108 Min.

Kamera: Thomas Plenert / Schnitt: Gudrun Steinbrück

Musik: Sebastian Schmidt / Ton: Johannes Doberenz, Hans Kölling

ProduzentInnen: Eva-Marie Martens, Alexander Martens

Produktion: Mafilm Martens Film- und Fernsehproduktions GmbH

Strausberger Platz 2 . 10243 Berlin

Tel.: 030 234 574 10 . info@mafilm.de . www.mafilm.de

Verleih: Neue Visionen Filmverleih GmbH . Schliemannstraße 5 . 10437 Berlin

Tel.: 030 440 088 44 . info@neuevisionen.de . www.neuevisionen.de

Der „Goldene Nils“ des 14. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS geht an den Film „Rocca verändert die Welt“ von Regisseurin Katja Benrath

Der Filmkunstpreis 2019 des 15. FESTIVALS DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN geht an „Sag Du es mir“, Regie & Buch: Michael Fetter Nathansky

Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein endet nach 19 intensiven Tagen

Preisgala für Julia Koschitz

Preisgala für Bjarne Mädel

Die Inselgespräche 2019

Festivaldirektor Dr. Michael Kötz mit „Pfalzsäule“ ausgezeichnet

Das 15. Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein ist eröffnet!