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Wendezeit

Eine Liebesgeschichte im Räderwerk der Politik. Ein Blick zurück in den Kalten Krieg – als Agententhriller zwischen BRD & DDR – aber weiblich! Und auch sonst ein Plädoyer für die Liebe! Unser Film zu 30 Jahren Mauerfall.

Mit Petra Schmidt-Schaller, Ulrich Thomsen, André Hennicke, Harald Schrott, Artjom Gilz

Vor dreißig Jahren fiel die Mauer. Ein Glück für viele, das aber für die Doppelagentin Saskia Starke zur größten Bedrohung ihrer wunderbar getarnten Existenz wird. Ein Thriller aus der „Wendezeit“, der noch einmal intensiv zurückgeht in die Zeiten des Kalten Krieges, inspiriert von den bis heute ungelösten Geheimnissen um die sogenannte. „Rosenholz-Datei“, die die Klarnamen der DDRAgentInnen im Westen enthielt. Die Agentin Saskia Starke steht unter dem persönlichen Schutz von Markus Wolf, aber eben nur bis zur Wende. Sie lebt als Frau eines Deutsch-Amerikaners mit zwei gemeinsamen Kindern in Westberlin, arbeitet offiziell für die US-Botschaft, faktisch aber ist sie Mitarbeiterin der CIA. Die Spionin, die aus der Kälte kam, steuert mit der Wende auf eine persönliche Katastrophe zu. Denn längst lebt Saskia keineswegs mehr nur zum Schein ihre Ehe und ihre Familie. Sie liebt sie mindestens so wie ihre alte DDR, die gerade zusammenbricht. Am Ende wird sie ganz darauf angewiesen sein, dass die Liebe ihres Mannes, ihre eigene, ja die der Menschen überhaupt, stärker ist als die Politik des Weltgeschehens, bei der Einzelne so leicht zwischen die Räder kommen. Der Film möchte, dass wir diese Saskia mit unserem Herzen verstehen und sie nicht nur beurteilen in ihrer Loyalität zur DDR. Denn dieser bemerkenswerte Film ist ein einziges Plädoyer für Menschlichkeit, für echtes Verständnis und damit für die Liebe. Deshalb ist er auch unser Eröffnungsfilm 2019! (MK)

Foto: ARD / Volker Roloff

Spielzeiten
Mittwoch, 21. August, 19.00 Uhr, Festivalkino I
Mittwoch, 21. August, 19.00 Uhr, Festivalkino II
Donnerstag, 22. August, 14.00 Uhr, Festivalkino II
Samstag, 24. August, 14.45 Uhr, Festivalkino I
Sonntag, 8. September, 21.30 Uhr, Festivalkino I

FSK: ab 18 Jahre, da keine FSK

Sven Bohse (*1977, Tübingen) begann 1998, nach einem fünfmonatigenUSA-Aufenthalt, ein Studium der Philosophie, Amerikanistik und neueren deutschen Literatur in Tübingen. Ein Jahr später folgten diverse Praktika und Arbeiten als Regie- und Schnittassistent, ehe er von 2000 bis 2005 Filmregie mit dem Schwerpunkt Szenischer Film an der Filmakademie Baden-Württemberg studierte und mit Diplom abschloss. 2005 gründete er gemeinsam mit Gian-Piero Ringel die Filmproduktion dogpool pictures.

Regie: Sven Bohse / Buch: Silke Steiner / Länge: 119 Min.

Kamera: Michael Schreitel / Schnitt: Ronny Mattas

Musik: Fabian Römer / Ton: André Zacher

ProduzentInnen: Oliver Berben, Heike Voßler

Redaktion: Martina Zöllner (RBB), Kerstin Freels (RBB), Christine Strobl (ARD Degeto)

Produktion: MOOVIE GmbH . Lützowufer 12 . 10785 Berlin

Tel.: 030 263 98 40 . post@moovie.de . www.moovie.de

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